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Statistik und Informatik

Service für ForscherInnen

Das Zentrum für Medizinische Statistik, Informatik und Intelligente Systeme (CeMSIIS) berät und unterstützt ForscherInnen mit seinen sieben Instituten bei der Planung und Auswertung von medizinischen Studien und Bioinformatik-Projekten.

CeMSIIS erschließt quantitative und methodische Forschungsbereiche in Medizin und Life Sciences. Das Zentrum umfasst ein weites Spektrum von Grundlagenwissenschaften und angewandter biomedizinischer Forschung bis hin zu wissenschaftsorientierten Serviceleistungen in der Informatik.

Neben der Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen aus den Bereichen Biostatistik, Medizinische Informatik, Artificial Intelligence und Complex Systems, stellen Kooperationen mit der Medizin und den Life Sciences eine wesentliche Komponente dar. Das Zentrum vertritt außerdem die Fächer Biostatistik und Medizinische Informatik in den verschiedenen Studiengängen der Medizinischen Universität Wien.

Biostatistik

Insbesondere bieten die Institute für Medizinische Statistik und Klinische Biometrie:

  • Beratung und Durchführung der Versuchsplanung, z.B. Studiendesign, Randomisierung, Stichprobenplanung
  • Unterstützung bei der Studienprotokollerstellung
  • Planung und Durchführung statistischer Analysen
  • Unterstützung bei der Publikation
  • (Ko-)Betreuung von Diplomarbeiten und Dissertationen
  • Klinikinterne Fortbildungen zu ausgewählten statistischen Themen
  • Kooperationen bei der Beantragung von Forschungsprojekten

Outcomes Research

Das Institut für Outcome Research beschäftigt sich mit Ergebnismessgrößen im Gesundheitsbereich und bietet folgende Unterstützung:

  • Beratung und methodische Unterstützung zur Verwendung, Adaptierung Auswertung und Entwicklung von “Patient-Reported Outcomes Measures”. 
  • Beratung und methodische Unterstützung zu qualitativen Forschungsmethoden und „Mixed-Methods“ in der Medizin. 
  • Beratung und Unterstützung zur Analyse von Versorgungsdaten. 
  • Ein Labor zu motorischen Funktionstests in Zusammenarbeit mit der Klinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation und der Klinik für Innere Medizin III, Abteilung für Rheumatologie. 

Kooperationen und Forschungssupport im Bereich Medizinischer Informatik und komplexer Systeme

Die Institute für Artificial Intelligence and Decision Support, Biosimulation und Bioinformatik, Medizinisches Informationsmanagement und Wissenschaft Komplexer Systeme unterstützen Forschung bei:

  • Datenanalyse und Modellierung im Bereich personalisierte Medizin
  • Analyse von OMICS Daten inklusive Verlinkung mit Datenbanken zu Gen-Interaktionen und Mutationseffekten
  • Pharmakokinetische Modelle
  • Unterstützung bei der Implementierung und beim Einsatz von IT-Lösungen im Gesundheitswesen (z.B. Decision Support, Elektronische Gesundheitsakte, Mobile Technologien, Web-Lösungen)
  • Einsatz von maschinellen Lernverfahren und Musterkennung bei der Analyse klinischer Daten 
  • Analyse komplexer Systeme und nicht-linearer dynamischer Systeme
  • Expertise zur Wiederverwendung nationaler Gesundheitsdokumentationen (z.B. Verrechnungsdaten des Gesundheitswesens) für wissenschaftliche Zwecke

Die Institute des Zentrums für Medizinische Statistik, Informatik und Intelligente Systeme (CeMSIIS)

Das Institut für Artificial Intelligence and Decision Support fokussiert auf die Entwicklung intelligenter Anwendungssysteme in der Medizin unter Nutzung von Methoden der Artificial Intelligence und von Verfahren der computer-basierten Entscheidungsunterstützung. Gleichzeitig wird versucht, das Methodenspektrum der Artificial Intelligence zu verbessern und zu erweitern. Das Institut arbeitet dabei interdisziplinär und in Zusammenarbeit mit Kliniken und Instituten, sowie nationalen und internationalen Partnern. Die Schwerpunkte der Forschungstätigkeit liegen in den Bereichen "Intelligente Datenanalyse", "Entscheidungsunterstützung", "Verarbeitung natürlicher Sprache (Natural Language Processing)", und "Wissensbasierte Systeme".

Am Institut für Biosimulation und Bioinformatik orientieren sich die Forschungsaktivitäten grundsätzlich und primär an den Fragestellungen und Zielsetzungen aus den Biowissenschaften – mit letztlich demselben Ziel, nämlich bessere Diagnostik- und Therapieverfahren zu entwickeln. Dies kann in vielen Fällen am effektivsten durch Forschungskooperationen mit (bio-)medizinischen Forschungsgruppen geschehen. Aus solchen Kooperationen gehen Innovationen im Bereich der Computerwissenschaften selbst hervor, die sich durch besondere Relevanz für die Anwendung auszeichnen. 

Klinische Biometrie ist die Methodik empirischer klinischer Forschung. Das Institut wendet im Rahmen klinischer Kooperationen biostatistische Methoden an und entwickelt diese Methoden weiter. Die Forschungsschwerpunkte sind klinische Kooperationen (Planung und Auswertung von klinischen Studien und Experimenten sowie Beratung zu allgemeinen statistischen Fragen) und methodische Forschung, z.B. statistische Modellierung oder Lebensdaueranalyse. Für die Anbahnung von klinischen Kooperationen stehen regelmäßig Beratungsstunden zur Verfügung. 

Das Institut für Medizinisches Informationsmanagement setzt sich zum Ziel, Beiträge für Forschung und Lehre in den Bereichen der Dokumentation, Kommunikation, Visualisierung und Auswertung medizinischer Information zu liefern. Einen Kernbereich der Aktivität stellen dabei Systeme für einrichtungsübergreifende, patientenzentrierte Gesundheitsakten dar. 

Die Forschungstätigkeit des Instituts für Medizinische Statistik umfasst zwei Bereiche:

  • Forschung im Bereich innovativer statistischer Methoden für die Medizin. Mittelfristig haben sich dabei die Schwerpunkte „Sequentielle Verfahren“, „Adaptive bzw. flexible Verfahren“, „Multiple Hypothesenprüfung“ und „Designs zur Hypothesenselektion in genetischen Studien“ entwickelt.
  • Wissenschaftliche Kooperation mit anderen Institutionen der Universität bei der Planung, Auswertung und Publikation von medizinischen Studien.

Das Institut für Outcomes Research beschäftigt sich mit „Outcomes“ und den zugehörigen Erhebungsinstrumenten, optimieren deren Mess-Skalen und passen diese an verschiedene Kontexte an. Als „Outcomes“ bezeichnet man Ergebnismessgrößen im Gesundheitsbereich. Dazu gehören klinische Befunderhebungen im Krankheitsverlauf, sowie Ergebnisse von Behandlungsmaßnahmen, aber auch Resultate der Lebensqualität und Funktionsfähigkeit, die den Patientinnen und Patienten oft am meisten bedeuten.

Die Schwerpunkte dieses Forschungszweigs an der MedUni Wien gliedern sich in zwei Bereiche: Der eine ist formaler Natur, und versucht mathematisches Neuland zu ergründen, das für Kontrolle und Manipulation von komplexen Systemen unerlässlich ist. Der andere Bereich ist die direkte Anwendung dieser neuen Methoden auf Life Sciences und in geringerem Ausmaß auch auf Social Sciences und Ökonomie.