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MedUni Wien und AKRON Molecules kooperieren im Kampf gegen aggressive Tumore im lymphatischen System

Die Vereinbarung sieht initiale Vorauszahlungen sowie Lizenzzahlungen an die Medizinische Universität Wien vor. Darüber hinaus ist eine längerfristige Kooperation zwischen der MedUni und AKRON Molecules, vor allem bei der Durchführung der erforderlichen klinischen Studien, geplant. „Die Abteilung Technologietransfer der MedUni hat damit einen weiteren Erfolg bei der kommerziellen Verwertung ihrer Forschungsergebnisse erzielt und einen wichtigen Schritt in Richtung Entwicklung eines neuen Therapeutikums für KrebspatientInnen gemacht“, sagte Markus Müller, Leiter des Bereichs Forschungssupport der MedUni Wien.

Für AKRON ist diese Vereinbarung mit der MedUni Wien der Einstieg in die Krebstherapie. Manfred Reichl, Geschäftsführer von AKRON Molecules: „Neben der laufenden Entwicklung von Medikamenten für die Schmerztherapie sowie gegen Fettleibigkeit wird die Umsetzung von Ergebnissen für die Krebsforschung das dritte Standbein von AKRON Molecules“.

Therapie blockiert Lymphom-Mechanismus
Die Kooperation bezieht sich auf eine molekulare Krebs-Therapie, die an der MedUni patentiert wurde. Ziel sind aggressive, hochmaligne Lymphome, die relativ selten auftreten, rund drei Prozent aller Lymphom-PatientInnen leiden darunter. „Wir haben entdeckt, dass man mit Hilfe eines bereits zugelassenen Wirkstoffs einen bisher in diesen Tumoren unbekannten Mechanismus blockieren kann“, erklärt Lukas Kenner. „Wir knipsen dem Lymphom sozusagen das Licht aus.“ Die Zusammenarbeit mit Akron ermöglicht uns jetzt auch die klinischen Studien.“ Zudem erhoffen sich die ForscherInnen, dass man von dieser Erkenntnis ausgehend auch neue Behandlungsmöglichkeiten bei solideren Tumoren finden kann.

Link zur Abteilung für Technologietransfer: http://www.meduniwien.ac.at/homepage/content/organisation/dienstleistungseinrichtungen-und-stabstellen/forschungssupport/technologietransfer/en/

Kurzprofil AKRON Molecules
AKRON Molecules GmbH ist ein Anfang 2010 in Wien gegründetes Pharmaunternehmen, das sich auf das sogenannte „Drug Repurposing“ (oder „Drug Repositioning“) konzentriert. Drug Repurposing bezeichnet ein zukunftsorientiertes Feld der Pharmaforschung, das bisher bekannte und getestete Substanzen auf neue, patentierbare Indikationen anwendet. Gründer von Akron Molecules sind die Josef Penninger, Leiter des österreichischen Instituts für Molekularbiologie, Martin Bartenstein, CEO der steirischen GL Pharma GmbH, und Manfred Reichl, früher Chef von Roland Berger A/CEE, jetzt Unternehmer und Investor.