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Wichtiger Parameter bei Lungenhochdruck entdeckt

(Wien, 30-08-2011) Lungenhochdruck ist eine gefährliche Krankheit mit nach wie vor vielen unbekannten Faktoren. Ein österreichisches Forscherteam präsentiert auf dem Europäischen Kardiologenkongress (ESC) in Paris wichtige neue Erkenntnisse zu einer bestimmten Form dieser Erkrankung (CTEPH): Der Lungengefäßwiderstand gemessen unmittelbar postoperativ ist der einzige aussagekräftige Parameter für das Überleben der Patienten.

Die Wissenschaftler von der MedUni Wien untersuchten, welche Parameter für die Überlebenschancen von Patienten mit chronisch-thromboembolischer pulmonaler Hypertension (CTEPH) verantwortlich sind. Das Ergebnis ihrer Studie, dass der Lungengefäßwiderstand gemessen unmittelbar postoperativ der einzige aussagekräftige Parameter für das Überleben ist, wird auf dem Europäischen Kardiologenkongress (ESC) in Paris vorgestellt.

„Die CTEPH ist die einzige Form des Lungenhochdrucks, die in vielen Fällen mit einer aufwändigen Operation vollständig geheilt werden kann“, sagt Studien-Erstautorin Univ.-Doz. Dr. Nika Skoro-Sajer (Universitätsklinik für Innere Medizin II, MedUni Wien). Ursache der CTEPH sind venöse Thrombosen, die in der Lunge zu Gefäßverschlüssen durch persistierende Thromben in Form organisierten Gewebes führen. Durch chirurgische Entfernung (pulmonare Endarteriektomie, PEA) ist eine Heilung möglich. Leider bringt die schwierige und langwierige Operation nicht immer den gewünschten Erfolg. Doz. Skoro-Sajer: „Nicht bei allen normalisiert sich die Hämodynamik, was mittelfristig eine Lungentransplantation erforderlich machen kann.“ Lungenhochdruck führt zur verstärken Belastung.

Günstige Lungengefäßwiderstandswerte verbessern die Chancen
In die Studie wurden 110 Patienten eingeschlossen, die sich in den Jahren 1994 bis 2010 einer PEA unterzogen. Die Beobachtungszeit betrug durchschnittlich 34,5 Monate. Untersuchungen wurden vor und unmittelbar nach der Operation sowie ein Jahr später durchgeführt. Die Auswertung der Daten zeigte, dass das sich sowohl der Lungengefäßwiderstand als auch die pulmonale arterielle Compliance unmittelbar nach der Operation besserten und dann auf diesem Niveau blieben. Eine signifikante Zunahme des Herzschlagvolumens wurde innerhalb des ersten Jahres nach der Operation festgestellt. Alle diese Parameter hatten einen signifikanten Einfluss auf ein Weiterbestehen oder Wiederauftreten des Lungenhochdrucks. Doz. Skoro-Sajer: „Allerdings zeigte nur der postoperative Lungengefäßwiderstand einen statistischen Einfluss auf das Überleben. Patienten, bei denen der Lungengefäßwiderstand günstige Werte erreichte hatten über die gesamte Beobachtungszeit die besten Chancen, ohne Lungentransplantation zu überleben.“

Service:
» The Impact Of Pulmonary Arterial Compliance, Stroke Volume and Pulmonary Vascular Resistance On Survival In Patients With Chronic Thromboembolic Pulmonary Hypertension; Nika Skoro-Sajer, MD, Patrick Nierlich, MD, Gerald Hlavin, MSc, Roela Sadushi-Kolici, MD, Walter Klepetko, MD, Johannes Jakowitsch, PhD, Annabella Kurz, Irene Lang, MD.