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Auf dem Weg zu einem internationalen Lernziele-Katalog im Medizinstudium

(Wien, 25-08-2011) Association for Medical Education in Europe (AMEE) tagt von 27. bis 31. August 2011 in Wien. „Schon vor zehn Jahren wurde an der MedUni Wien ein Qualitätsprofil entworfen, das festlegt, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten man mit Abschluss des Studiums besitzen sollte. Dieses Profil liegt auf einer sehr hohen akademischen und qualitativen Ebene und ist nur schwer greifbar und überprüfbar. Das soll sich mit dem Lernziele-Katalog ändern“, sagt Richard März vom Department für medizinische Aus- und Weiterbildung an der MedUni Wien.

Als Vorbilder für den Katalog gelten Schweizer und kanadische Modelle. März: „Ein Schwerpunkt der Konferenz ist eine klare Definition von Lernzielen durch einen Diskussionsprozess auf internationaler Ebene mit dem Ergebnis der Standardisierung und Vereinfachung.“ Der Katalog soll künftig klar definieren, über welche Kompetenzen ein Absolvent verfügen muss. Motto: Konzentration auf das Wesentliche. März: „Weniger ist oft mehr. Die AbsolventInnen müssen nachweisen, dass sie Alltagssituationen an einer Klinik bewältigen können, aber sie müssen auch erkennen können, welcher Situation sie nicht gewachsen sind und wo sie Hilfe benötigen.“

Rektor Wolfgang Schütz eröffnet
Die AMEE-Konferenz in Wien, die der Rektor der MedUni Wien, Wolfgang Schütz, eröffnet und für die März das lokale Organisations-Komitee geleitet hat, wird ein wichtiger Schritt in diese Richtung, sagt März, „aber es besteht noch eine große Distanz von der Anerkennung des Katalogs, die in den nächsten Jahren kommen wird, bis hin dazu, dass die Grundsätze auch umgesetzt werden.“ Bereits ein „Dauerbrenner“ der Tagung ist die Diskussion der fachübergreifenden Ausbildung von Ärzten, Pflegern, Krankenschwestern und Pharmazeuten. März: „Ärzte müssen mit diesen Berufsgruppen eng zusammen arbeiten, das lernen sie im Studium aber nicht, weil die Ausbildungen voneinander getrennt durchgeführt werden. Eine gemeinsame Ausbildung der Studierenden, die natürlich nur punktuell erfolgen kann, wäre extrem wichtig.“

2.700 TeilnehmerInnen – Anmeldungen noch möglich
Bei der AMEE-Tagung (27. - 31. August) mit zahlreichen Plenarvorträgen, Symposia und Workshops rund um das Thema „Medical Education“ werden rund 2.700 TeilnehmerInnen erwartet. Auf der Konferenz selbst (Messe Wien) besteht noch die Möglichkeit, sich anzumelden.

Service & Info: http://www.amee.org/index.asp?pg=206