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Wien bekommt erstes umfassendes Krebszentrum Österreichs

(Wien, 22-04-2010) MedUni Wien und AKH gründen das Comprehensive Cancer Center (CCC) als Österreichs erstes nationales Referenzzentrum für Forschung, Lehre und Therapie bei allen Formen der Krebserkrankungen. Damit werden alle mit diesen Erkrankungen befassten Ärztinnen und Ärzte in den einzelnen Kliniken und Abteilungen von MedUni bzw. AKH und ihre Programme im Interesse der Patienten zielgerichtet koordiniert.

Geleitet werden wird das neue Comprehensive Cancer Center in Wien, ein wesentliches Vorhaben der MedUni Wien in der Leistungsvereinbarung mit dem Wissenschaftsministerium,  vom Onkologen Univ. Prof. Dr. Christoph Zielinski. Als Vorbild dient ein analoges Projekt des National Cancer Institute in den USA.
Univ. Prof. Dr. Christoph Zielinski, derzeit mit Koordinationsaufgaben zur Errichtung des CCC befasst, arbeitet mit seinem Team  aus Univ. Prof. Dr. Maria Sibilia, Univ. Prof. Dr. Michael Gnant, Univ. Prof. Dr. Richard Pötter und anderen Personen  seit Anfang des Jahres an der Umsetzung dieses in Österreich einzigartigen Projekts. Das CCC ist die Konsequenz jahrelanger kontinuierlicher Förderung des wissenschaftlichen Bereichs der Krebsforschung/Onkologie an der MedUni Wien und der klinischen Exzellenz auf diesem Gebiet an den Universitätskliniken am AKH Wien, und stellt den Abschluss konstruktiver Gespräche mit dem Österreichischen. Wissenschaftsrat und dem Wissenschaftsministerium dar.  Die Zunahme an Krebserkrankungen in den vergangenen Jahren wie auch die hervorragenden Forschungsergebnisse in Einzelbereichen der Onkologie an der MedUni Wien haben die Idee eines Comprehensive Cancer Centers entstehen lassen.

„Wir betreuen allein an der Universitätsklinik für Innere Medizin I, die den Schwerpunkt auf dem Gebiet der Therapie von bösartigen Erkrankungen hat, jährlich etwa 17.000 PatientInnen mit einer Krebserkrankung,“ erklärt Christoph Zielinski In Abstimmung mit dem Rektor der MedUni Wien und dem Direktor des AKH Wien sollen folgende Ziele umgesetzt werden:

- Förderung translationaler Wissenschaft im Bereich der Onkologie
- Grundlagenforschung und angewandte Forschung auf internationalem Vergleichsniveau
- Koordination und Förderung der Kooperation onkologischer Grundlagenwissenschaft mit anderen wissenschaftlichen Institutionen im Raum Wien
- Durchführung von klinischen Prüfungen zur Sicherung des wissenschaftlich-klinischen Fortschritts und des Zugangs von KrebspatientInnen zu neuesten Therapien
- Krankheitsbezogene Zusammenarbeit aller Kliniken bei der Betreuung von KrebspatientInnen
- Rasche Übernahme von geeigneten Therapien und Diagnoseverfahren aus der Forschung in die Patientenbetreuung
- Laufende Weiterentwicklungen von qualitätsgesicherten Richtlinien in Diagnose und Therapie entsprechend dem internationalen Referenzstandard für eine Institution der Spitzenmedizin und Universitätsklinik.
- Funktion einer Referenzinstitution für die geographische Region und darüber hinaus
- Laufende und strukturierte Weitergabe des generierten Wissens an Studierende sowie für ÄrziInnen und Ärzte in Ausbildung, und Weiterbildung und für weitere Gesundheitsberufe
- Etablierung einer gemeinsam durchgeführten Lehre und von Doktoratsprogrammen im Bereich der Onkologie

Zufriedenheit über die innovative Neuerung im Interesse der Patienten und hohe Erwartungen an die Zukunft gibt es bei der Spitze von MedUni Wien. MedUni Wien-Rektor Wolfgang Schütz: „Dem Rektorat ist es durch äußerst konstruktive Gespräche mit dem Wissenschaftsrat und dem Wissenschaftsministerium gelungen, dieses ambitionierte Projekt in die Leistungsvereinbarung mit dem Wissenschaftsministerium für die nächsten drei Jahre aufzunehmen. Damit wurde auch einem Wunsch des damaligen Wissenschaftsministers Dr. Johannes Hahn entsprochen, der dieses Projekt besonders gefördert hat. Mit dem renommierten Krebsspezialisten Christoph Zielinski steht dem jungen CCC ein äußerst erfahrener und kompetenter Onkologe vor, den das Rektorat auf Grund seiner klinischen und internationalen wissenschaftlichen Qualifikationen mit der Koordination des Zentrums beauftragt hat.“ Univ. Prof. Dr. Michael Gnant ist als Stellvertreter des Koordinators tätig, und ebenfalls – wie auch Univ. Prof.in Dr.in Maria Sibilia, die innerhalb des CCC die onkologische Grundlagenwissenschaft vertritt - von überragender wissenschaftlicher Qualifikation und internationaler Reputation. Und Schütz weiter: „Für die MedUni Wien und das AKH Wien ist das CCC ein erstes Projekt, das den Weg zu weiteren Zentren weisen soll.“