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Bernhard Baumann erhält ERC Starting Grant

(Wien, 04-03-2015) Bernhard Baumann vom Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik (ZMPBMT) der MedUni Wien erhält einen Starting Grant des European Research Councils (ECR). Für den Aufbau einer Forschungsgruppe wird ihm über fünf Jahre ein Gesamtbudget von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Baumann konnte sich mit seinem Projekt OPTIMALZ in einem höchst kompetitiven Antragsverfahren von insgesamt mehr als 3.000 BewerberInnen erfolgreich durchsetzen.

 

Das Projekt OPTIMALZ
OPTIMALZ (Optical imaging of ocular pathology in Alzheimer´s disease) wird sich der Entwicklung und Anwendung nicht-invasiver optischer Methoden zur Bildgebung von Alzheimer-bezogenen Veränderungen im Auge widmen. Das Auge dient dabei gewissermaßen als Fenster ins Gehirn. Alzheimer ist eine der weltweit häufigsten Demenzerkrankungen, bei der es durch pathologische Proteinablagerungen letztlich zu einem fortschreitenden Nervenzellverlust kommt. Die frühzeitige Detektion potentieller Biomarker für Morbus Alzheimer ist derzeit ein intensiv beforschtes Gebiet, insbesondere auch im Bereich der bildgebenden Diagnostik.
Mittels neuartiger bildgebender Verfahren basierend auf der am ZMPBMT entwickelten Optischen Kohärenztomographie (OCT) sollen anhand einer Reihe von experimentellen Modellen jetzt pathologische Veränderungen erstmals im Auge untersucht werden. Partner in diesem interdisziplinären Projekt sind das Klinische Institut für Neurologie (Gabor G. Kovacs, Adelheid Wöhrer), das Institut für Biomedizinische Forschung (Roberto Plasenzotti), die Core Facility Imaging (Marion Gröger, Sabine Rauscher) und das Computational Imaging Research Lab (Georg Langs) an der Medizinischen Universität Wien sowie die Core Facility for Research and Technology (Martin Glösmann) an der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

 

Der Europäische Forschungsrat ERC
Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) ist eine Institution zur Finanzierung von Grundlagenforschung, die die Europäische Kommission gegründet hat. Er ist eine der sechs Exekutivagenturen der Europäischen Union. Der Europäische Forschungsrat nimmt vergleichbare Aufgaben wahr wie die US-amerikanische National Science Foundation, die dessen Gründung auch inspirierte.
Die Fördermaßnahmen des Europäischen Forschungsrats ermöglichen zusätzlich zu den bisherigen thematischen Programmen Forschung ohne unmittelbare Anwendung: hierfür steht der Begriff Frontier Research, also Forschung an den Grenzen des Wissens. Dies soll ein neues Verständnis der Grundlagenforschung darstellen, insbesondere auch hochriskante Forschung einbeziehen (Pionierforschung). In den Programmen des ERC gibt es keine thematische Einschränkung, einziges Kriterium für die Auswahl soll Exzellenz sein.
Der Europäische Forschungsrat hat mehrere Forschungsförderungsschemata, nämlich den „ERC Starting Grant“, den „ERC Consolidator Grant“ und den „ERC Advanced Grant“. Dazu gibt es noch den „ERC Proof of Concept“. Ersterer richtet sich an junge innovative ForscherInnen, die eine neue Forschungsgruppe aufbauen wollen. Damit soll das Potenzial an talentierten JungforscherInnen gehoben werden. Die Förderung geht über fünf Jahre und kann bis 2 Mio. Euro betragen.

» ERC Funding Schemes

Zur Person
Bernhard Baumann wurde 1981 in Wien geboren. Nach dem Studium der Physik an der Universität Wien führte er seine Dissertation an der Medizinischen Universität Wien bei OCT-Pionier Christoph K. Hitzenberger durch. Nach Abschluss des PhD-Studiums im Programm „Medical Physics“ war Baumann für zwei Jahre als Postdoc am Massachusetts Institute of Technology und am Tufts Medical Center in Boston tätig. Nach seiner Rückkehr nach Wien trat er 2013 am Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik (Leitung: Wolfgang Drexler) eine Stelle als Assistenzprofessor an. Er ist als Lehrender im Diplomstudium Humanmedizin und im PhD-Programm Medical Physics tätig. Seit 2013 ist er Leiter eines FWF-Einzelprojekts (P25823-B24). Bernhard Baumann ist Autor bzw. Koautor von 50 Artikeln in Fachzeitschriften und mehr als 130 Konferenzbeiträgen.

» ERC Starting Grant
» Website ERC