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Großes Silbernes Ehrenzeichen der Republik an Siegfried Kasper

(Wien, 12-07-2010) Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr.in Beatrix Karl ehrte kürzlich O.Univ. Prof. Dr. DDr.h.c. Siegfried Kasper von der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der MedUni Wien mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Prof. Kasper hat an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der MedUni Wien die Forschungsaktivitäten und die postpromotionelle Weiterbildung  geprägt und ist der am meisten zitierte österreichische Psychiater. International bekannt ist Kasper u.a. durch seine Präsidentschaft der Weltgesellschaft für Biologische Psychiatrie, einer der 3 weltweit führenden Gesellschaften auf dem Gebiet der Psychiatrie, die insgesamt 61 Mitgliedsländer repräsentiert. Weiterhin hat er zahlreiche Welt- und Internationale Kongresse im In- und Ausland organisiert.

Ziel der Erforschungen von Prof. Kasper ist es, die biologischen Grundlagen seelischer Erkrankungen herauszufinden um eine daraus ableitbare effiziente Behandlung für die seinem Fachgebiet anvertrauten PatientInnen zu gewinnen. Schon vor Einführung der nun weltweit angewandten Antidepressiva aus der Gruppe der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer hat er z.B. durch seine Untersuchungen die serotonergen Stoffwechselwege im zentralen Nervensystem der PatientInnen beforscht und den dabei auftretenden Serotonin-Mangel festgestellt, woraus sich eine logische symptomatische Behandlung ableiten lässt. Diese ersten damaligen Ergebnisse konnten insbesonders durch die an der Medizinischen Universität Wien verfügbaren ausgezeichneten Möglichkeiten der Bildgebung und Neurobiochemie durch seine Arbeitsgruppen verfeinert dargestellt und bestätigt werden. Die wissenschaftliche und menschliche Haltung von Prof. Kasper trägt zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen bei.

Die Ministerin bei der Überreichung im Audienzsaal des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung: "Mit Ihrem wissenschaftlichen Engagement bereichern Sie nicht nur den Wissenschaftsstandort Österreich – Ihre Arbeit strahlt weit über die heimischen Grenzen hinaus".