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Dachgleiche des Pädiatrischen Zentrums der MedUni Wien

Wien (15-09-2010) Mit der Gleichenfeier für das neue pädiatrische Operationszentrum der Meduni Wien am AKH Wien beginnt für die Pädiatrie in Wien eine neue Ära: nächstes Jahr – zum 100 jährigen Jubiläum der Universitätsklinik für Kinder-und Jugendheilkunde – wird im Herbst das erste Zentrum für Pädiatrie in Österreich eröffnet.

In den vergangenen Jahren setzte die MedUni Wien kontinuerlich ihre Bestrebungen für das erste pädiatrische Zentrum Österreichs um. Durch die Neuberufungen von Prof. Günther Laufer (Herzchirurgie) und Univ. Prof. in. Dr. in Ina  Michel-Behnke (päd. Kardiologie) wurde die Kompetenz im Bereich Kinderherzerkrankungen ausgebaut. Erst im Frühjahr 2010 wurde das St. Anna Kinderspital als fünfte klinische Abteilung in die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien integriert. Univ. Prof. Dr. Arnold Pollak, Visionär und Vorkämpfer des Pädiatrischen Zentrums der ersten Stunde: „Mit der heutigen Gleichenfeier kommen wir unserer Vision, erstmals alle medizinische Kompetenz der Kinderheilkunde in einem Zentrum zu bündeln, einen wichtigen Schritt näher. Für mich ist es ein persönlicher Erfolg, dass sich die jahrelangen Bemühungen für ein solches medizinisches Kompetenzzentrum für Kinder schlussendlich ausgezahlt haben“.

Bauliche Schwerpunktsetzungen
Rektor Univ. Prof. Dr. Wolfgang Schütz hob in seiner Rede die wichtige Bedeutung des neuen Gebäudes für Lehre und Forschung hervor: „Alle Disziplinen finden sich ab Herbst 2011 unter einem Dach, sodass sowohl die interdisziplinäre Forschung wie auch die Ausbildung der Studierenden unmittelbar davon profitieren werden.“ Das Pädiatrische Zentrum reiht sich in mehrere Gebäudeeröffnungen der MedUni Wien ein: im Sommer wurde bereits das Center of Translational Research – Anna Spiegel Forschungsgebäude feierlich eröffnet; im Herbst 2011 erfolgt ebenfalls die Inbetriebnahme der neuen Universitätszahnklinik in der Währingerstrasse. „Die MedUni Wien macht damit den neunten Bezirk zu einem Hort von hohem medizin-wissenschaftlichem Standard und Spitzenmedizin,“ so Schütz abschließend.

Gut für die PatientInnen
"Das neue Pädiatrische Zentrum am AKH Wien wird die Versorgung von Kindern und Jugendlichen weiter verbessern. Alle relevanten Abteilungen sind beieinander und schnell erreichbar, das erleichtert die Kommunikation unter dem behandelnden MitarbeiterInnen und verkürzt die Wege für die jungen PatientInnen und ihre Eltern", erklärte Gesundheitsstadträtin Wehsely.

Der Neubau im Südgarten wird auf neun Etagen die chirurgische und radiodiagnostische Versorgung von Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr gewährleisten. Durch die unmittelbare Nähe des neuen Gebäudes zur Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde können Synergien zwischen den einzelnen Abteilungen besser genutzt werden und für PatientInnen und MitarbeiterInnen ergeben sich kürzere Wege, was für alle Beteiligten eine erhebliche Verbesserung darstellt.

Funktionsbereiche
Im neuen Gebäude werden u.a. in einer ersten Phase die Klinische Abteilung für Kinderchirurgie mit OP-Bereich und Normalpflegestation und die Kinderradiologie untergebracht. Die Ambulanz der Klinischen Abteilung für Kinderchirurgie ist seit Oktober 2009 bereits im Verband mit den Ambulanzen der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde im Gebäude der Kinderklinik untergebracht. Die Normalpflegestation der Klinischen Abteilung für Kinderchirurgie, die derzeit im grünen Bettenhaus untergebracht ist, wird in dem neuen Bauteil mit 21 Betten untergebracht. Alle PatientInnenzimmer (1-Bett- und 2-Bettzimmer) werden außerdem als Mutter-Kind-Zimmer ausgeführt.

Der neue OP-Bereich wird über zwei OP-Räume mit der erforderlichen Infrastruktur und den Nebenräumen verfügen. Der Bereich wird eine Perioperative Behandlungseinheit (POBE) mit drei Plätzen, die auch zur Behandlung von tagesklinischen PatientInnen vorgesehen sind, und einen Aufwachbereich mit sechs Plätzen, von denen zwei interimistisch als Intensivbehandlungsplätze ausgestattet werden, umfassen. Darüber hinaus entsteht auch ein Endoskopiebereich.

Erreichbarkeit und Anbindung
PatientInnen und BesucherInnen werden den Neubau über den Haupteingang der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde (Kinderklinik) und eine Verbindungsbrücke zum Eingangsbereich/Foyer auf Ebene 05 erreichen. Zusätzlich wird das neue Gebäude über Verbindungsbrücken bzw. einen unterirdischen Gang mit der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde verbunden. Für MitarbeiterInnen wird eine Verbindungsbrücke in das Dienstzimmergebäude in der Borschkegasse errichtet.