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19. Oktober: Aktionstag der MedUni Wien

(Wien, 14.10.2010) Um der drohenden Unterfinanzierung ab 2013 entgegenzuwirken, wurde der 19. Oktober von allen Universitäten als Aktionstag deklariert. Die MedUni Wien hält dazu eine Veranstaltung mit VertreterInnen aller betroffenen Bereiche ab, um die möglichen eklatanten Folgen einer fehlgeleiteten Sparpolitik aufzuzeigen.

In der momentan stattfindenden Budgetdebatte der Regierung soll auch das Budget für 2013 fixiert werden. Im selben Jahr beginnt auch die neue Leistungsvereinbarungsperiode für die Rektoren, daher wäre es umso dringlicher, diese auch in die Diskussion einzubinden. Allerdings ist als Termin für ein derartiges Gespräch seitens der Regierung erst der 22. November vorgesehen, wo die Budgetverhandlungen bereits größtenteils abgeschlossen sein sollten. Und obwohl alle RegierungsvertreterInnen – allen voran Bundesministerin Beatrix Karl -  in ihren öffentlichen Aussagen die Bedeutung von Bildung, Wissenschaft und Forschung betonen, ist mit Budgetkürzungen in diesen Bereichen zu rechnen.

Und das, obwohl die österreichischen Universitäten im Vergleich zu anderen Unis in Europa und den USA bereits jetzt deutlich unterfinanziert sind und anstatt der anvisierten 2% des BIP für den tertiären Bildungsbereich derzeit lediglich 1,4% zur Verfügung stehen. Nun sollen zusätzlich das Ressortbudget des BMWF um 1,3% gekürzt werden und die Universitätsbudgets ab 2013 nominell gleich bleiben, was eine reale Kürzung von rund 10% bedeutet. Damit werden den Universitäten allein zur Erhaltung der derzeitigen Leistungen rund 300 Mio. Euro fehlen, zusätzlich ist der Ersatz der Studienbeiträge (ca. 157 Mio. Euro) ab 2014 nicht gesichert. Notwendige Investitionen zum Erhalt der vorhandenen Infrastruktur sind damit ebenso gefährdet wie die Kostendeckung für den klinischen Mehraufwand, die Schaffung neuer Studienplätze oder eine kompetitive Forschungsförderung.
Erste Auswirkungen dieser Einsparungen sind bereits nächstes Jahr zu erwarten, wo es durch steigende Studienzahlen bei gleichem Budget zwangsweise zu Qualitätseinbußen kommen wird, spätestens ab 2013 ist zudem mit Personalabbau und sogar Schließungen von Studiengängen und ganzen Instituten zu rechnen.

Um all diese Folgen der geplanten Kürzungen in Bezug auf die MedUni Wien darzustellen, von den ForscherInnen über das medizinische Personal bis zu den PatientInnen, findet daher am 19. Oktober im Hörsaal 1 der Uniklinik AKH eine Veranstaltung statt, bei der die weitreichenden Konsequenzen erörtert werden.

Programm:
Begrüßung & Information zu Budget der MedUni Wien für die nächsten 5 Jahre
Univ. Prof. Dr. Wolfgang Schütz, Rektor der MedUni Wien

Sparmassnahmen aus der Sicht von Lehre & Forschung
Univ. Prof. Dr. Arnold Pollak, Vorsitzender des Senats

Was bedeutet der angedrohte Sparkurs für die Studierenden?
Stefan Konrad, ÖH

Drohende Budgetkürzungen und Auswirkungen auf wissenschaftliches Personal
Ao. Univ. Prof. Dr. Thomas Szekeresz, Betriebsrat

Drohende Budgetkürzungen und Auswirkungen auf nichtwissenschaftliches Personal
AR.in Gabriele Waidringer

Drohende Budgetkürzungen an MedUnis und Auswirkungen auf medizinische Forschung in Österreich
Dr. Josef Penninger, Direktor IMBA

Bedrohte Weiterentwicklung und Strategybuilding der MedUni Wien durch Budgetkürzungen
Rudolf Klausnitzer, Mitglied des Universitätsrats


Veranstaltung zum Aktionstag der MedUni Wien:
19. Oktober 2010
10 – 11 Uhr 30
Hörsaal 1, Hörsaalzentrum AKH Wien


» Factsheet zu den Universitätsvollversammlungen am 19.10.2010 (PDF)