Skip to main content

news

Stephan Blüml erhält FWF-Projektförderung

Stephan Blüml von der Universitätsklinik für Innere Medizin III, Abteilung für Rheumatologie, erhielt eine Projektförderung des FWF. Das Projekt soll die Rolle des Tumorsuppresors PTEN in der entzündlichen Arthritis beleuchten.

Die rheumatoide Arthritis ist eine chronisch entzündliche Gelenkserkrankung und eine der häufigsten Ursachen für körperliche Beeinträchtigung. Obwohl die Therapie der Erkrankung in den letzten Jahren große Fortschritte erzielen konnte, gibt es noch eine Vielzahl von Patienten, die nicht oder nur ungenügend auf die derzeitigen Therapie-Schemata ansprechen. Deshalb ist die Identifizierung neuer therapeutischer Angriffspunkte von großer Wichtigkeit.

In dem vom FWF geförderten Projekt soll nun die Rolle von PTEN, eines im Hinblick auf Arthritis bislang wenig beachteten Moleküls, untersucht werden. Die Rolle des PI3-kinase/PTEN-Axe Moleküls in der Pathogenese der erosiven Arthritis ist bislang wenig erforscht. In diesem Projekt soll daher die Rolle des PI3K/PTEN Signalweges in der Entstehung der rheumatoiden Arthritis untersucht werden. Mit Hilfe induzierbarer sowie Zelltyp-spezifischer knock-outs kann der Einfluss dieses Moleküls in spezifischen Zellarten bei der Entstehung der inflammatorischen Arthritis untersucht werden. Darüber hinaus sollen in-vitro-Experimente Aufschlüsse über die Rolle von PTEN unter entzündlichen Bedingungen geben.

Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen neue Einblicke in die Entstehung dieser Form der Erkrankung gewähren. Dadurch könnten in weitere Folge Perspektiven für neue, innovative Therapiemöglichkeiten der rheumatoiden Arthritis geschaffen werden.

Über die FWF-Förderungen

Der Wissenschaftsfonds (FWF) fördert Einzelprojekte von WissenschafterInnen aller Fachdisziplinen in Österreich, die im Bereich der nicht auf Gewinn gerichteten wissenschaftlichen Forschung hohe Qualität auf internationalem Niveau aufweisen, mit bis zu 90.000 Euro pro Jahr.

 

Zur Person

 

Stephan Blüml verbrachte nach dem Studium der Humanmedizin 2003 drei Jahre als Post-Doc am Institut für Immunologie der MedUni Wien in der Gruppe von Johannes Stöckl. Dort arbeitete er an Mechanismen der Aktivierung von dendritischen Zellen sowie von neutrophilen Granulozyten. 2006 begann er an der Abteilung für Rheumatologie der Klinik für Innere Medizin III seine Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin. In der Arbeitsgruppe von Kurt Redlich beschäftigte er sich mit verschiedenen Modellen inflammatorischer Arthritis. 2008-2009 unterbrach er für einen Aufenthalt als Post-Doc am Center of Molecular Medicine (CeMM) in der Gruppe von Giulio Superti-Furga seine Facharztausbildung.