Die Medical University of Vienna International GmbH (MUVI) erweitert seit ihrer Gründung im Frühjahr 2005 kontinuierlich ihr Portfolio. Im März wurde die MUVI mit der medizinischen Betriebsführung eines Krankenhauses in Kasachstan beauftragt. Durch dieses Projekt baut die MUVI ihre Präsenz am internationalen Gesundheitsmarkt weiter aus und positioniert sich damit auch in Zentralasien.
Diese Kooperation ist bereits die dritte erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen MUVI und VAMED. Wie schon am Prince Court Medical Centre in Malaysien oder am Al Ain Hospital in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wurde die MUVI auch in diesem Projekt beauftragt, den ärztlichen Leiter für das 500 Betten umfassende National Center for Maternal and Child Health zu stellen. Bei diesem Krankenhaus handelt es sich um eines von sechs Gesundheitszentren in Astana, die von der National Medical Holding (NMH) von Kasachstan verwaltet werden.
National Center of Maternal and Child Health
Das im Juli 2007 eröffnete Krankenhaus ist mit einer für den gesamten zentralasiatischen Raum einzigartigen Technologie ausgestattet. Dem ärztlichen Team steht modernste Technik für Diagnostik und Behandlung zur Verfügung. Das klinische Spektrum des National Center for Maternal and Child Health umfasst sämtliche Leistungen der Geburtshilfe und Frauenheilkunde inklusive der Reproduktionsmedizin sowie praktisch den gesamten Leistungsbereich der Kinderheilkunde.
Das National Center for Maternal and Child Health ist mit 500 Betten das größte Krankenhaus der NMH und überzeugt auch hinsichtlich seiner Mitarbeiterstruktur mit rund 1.000 Mitarbeitern, davon 250 Ärzten. Von den 500 Betten sind 240 Betten der Pädiatrie zugeteilt und 260 Betten stehen der Geburtshilfe und Gynäkologie zur Verfügung.
Innerhalb seines Leistungsspektrums stellt das Mutter-Kind Zentrum die medizinische Versorgung der Kasachischen Bevölkerung sicher. Die hohe Qualität der technologischen Ausstattung sowie die Investition in Ausbildung soll einerseits sicherstellen, dass künftig auch schwer erkrankten Patientinnen, die bisher zur Behandlung ins Ausland gereist sind, die Möglichkeit zur Behandlung in Kasachstan geboten werden kann und andererseits bietet es die Basis dafür, dass sich das Krankenhaus ferner gesundheitstouristisch in den umliegenden Regionen positionieren kann. Um dem hohen Qualitätsstandard international Rechnung tragen zu können, hat die National Medical Holding die Akkreditierung nach JCI bis Ende 2010 zum Ziel gesetzt.
Die Funktion des Chief Medical Officer (CMO) des National Centers for Maternal and Child Health ist ab Anfang Dezember 2009, für einen Zeitraum von zwei Jahren zu besetzen. Habilitierte MedizinerInnen aus den Fachbereichen der Gynäkologie und Frauenheilkunde oder der Pädiatrie, die an der Leitung des Krankenhauses in Astana interessiert sind, können Ihre aussagekräftigen Bewerbungen ab sofort online unter communications@muv-international.com einreichen. Für Rückfragen zum Projekt steht Ihnen zudem Birgit Hanak, MUVI Communications and Corporate Affairs, unter +43 1 40 160 – 70504 zur Verfügung. Interimistisch übernimmt die Position des CMO bis zum Jahresende ao.Univ.Prof.Dr. Wolfgang Umek von der Universitätsklinik für Frauenheilkunde Wien.
Aus- und Weiterbildung im Gesundheitswesen
Die National Medical Holding wurde im vergangenen Jahr von der Kasachischen Regierung mit dem ambitionierten Ziel gegründet, das Kasachische Gesundheitssystem zu revolutionieren und ein Paradebeispiel für gelungene Umstrukturierung innerhalb der zentralasiatischen Region zu werden. Ergänzend zur medizinischen Betriebsführung der Krankenhäuser sucht die National Medical Holding nach innovativen Wegen für Wissens- und Technologietransfer.
Dieses Projekt ist auch deswegen von hoher strategischer Bedeutung, da weitere Spitäler im Raum Astana für eine Betriebsführung durch international erfahrene Gesundheitsmanager zur Debatte stehen. Darüber hinaus hat die Kasachische Regierung Interesse an übergreifenden Lösungen für den heimischen Gesundheitsmarkt und ihre Gesundheitspolitik.
Hintergrund und Ausblick
Kasachstan erlebte in den letzten Jahren einen deutlichen Aufschwung. Das Wirtschaftswachstum betrug in den vergangenen Jahren durchschnittlich 9,4%, das BIP hat sich seit 2001 verdoppelt. Die Modernisierung des kasachischen Gesundheitswesens stellt eine der Prioritäten des Präsidenten dar, entsprechend wird Entwicklung und Investition im Gesundheitswesen nachhaltig verfolgt. Die Umstrukturierung von postsowjetischer Gesundheitsversorgung zu moderner Gesundheitswirtschaft mit „Krankenhäusern der Zukunft“ hat laut Prof.Dr. Almaz Sharman, CEO der National Medical Holding, höchste Dringlichkeit.
Zusätzlich zum Mutter-Kind Zentrum verwaltet die Nationale Medizinische Holding in Astana fünf weitere Zentren mit folgenden medizinischen Schwerpunkten:
» ein Rehabilitationszentrum mit einer Kapazität von 240 Betten
» eine Neurochirurgieklinik mit einer Kapazität von 160 Betten
» ein Erste Hilfe Zentrum mit einer Kapazität von 240 Betten
» eine Diagnosezentrum mit einer Ambulanzfrequenz von täglich 500 PatientInnen
» ab 2010 ein Zentrum für Herzchirurgie mit einer Kapazität von 180 Betten
Insgesamt sollen bis 2015 alle sechs Zentren erfolgreich von international anerkannten Experten geführt werden. Ebenso besteht großes Interesse an der Zusammenarbeit im Bereich der medizinischen Ausbildung, erste Gespräche mit dem Rektor der lokalen Universität wurden bereits geführt.