
Die Jury hat die Auszeichnung "Teacher of the Month" der MUW für März Herrn Univ.-Prof. Dr. Peter Pietschmann (Institut für Pathophysiologie, Abt. 2 Zelluläre und Molekulare Pathophysiologie) verliehen.
Herr Professor Pietschmann ist in einer Vielzahl unterschiedlicher, jeweils wichtiger Rollen und Funktionen als Lehrender tätig. Er unterrichtet im MCW in den Blöcken 7(SSM1: Knochenerkrankungen: Von der Wissenschaft in die Praxis), 8 (Degenerative und altersassoziierte Erkrankungen), 10 (Knochen- und Kalzium-Stoffwechsel) und 21 (Osteoporose, Osteopathien). Im Diplomstudium Zahnmedizin vertritt er im Block Z1 die Pathophysiologie des Knochens und Knorpels. Neben der Betreuung von Diplomarbeiten im Rahmen des MCW ist er im Qualitätszirkel zur Begutachtung von Diplomarbeitsthemen aus Zahnmedizin tätig. Sowohl im auslaufenden Doktoratsstudium Humanmedizin als auch im neuen Doktoratsstudium der medizinischen Wissenschaft / PhD Studium ist Prof. Pietschmann mit mehreren Basisvorlesungen, Dissertantenseminaren, Journal Clubs vertreten.
Prof. Pietschmann erfasst mit seiner Lehrtätigkeit somit das gesamte Spektrum vom 2. Studienjahr des Grundstudiums bis zur Mitwirkung in den neuen, besonders forschungsorientierten Doktoratsstudien.
Grundanliegen von Prof Pietschmann ist es, die Thematik so darzustellen, dass Interesse oder noch besser Begeisterung bei den Studierenden geweckt werden. Er stellt sich der schwierigen Aufgabe, das Rüstzeug für die Ärztliche Ausbildung ("Das, was konkret gebraucht wird") ebenso zu vermitteln wie den Studierenden die einschlägigen wissenschaftlichen Probleme und offenen Fragen zugänglich zu machen.
Der Erfolg seiner Bemühungen schlägt sich z.B. in der Top-Bewertung seines Unterrichts im zahnmedizinischen Block Z1 nieder, in dem das so relevante Kapitel Knochen noch umfangreicher dargestellt werden kann als im MCW. Auch in der Evaluation der Blöcke des MCW erhält Prof Pietschmann anerkennende Kommentare für seine Bemühungen. Mit diesen Kommentaren lässt sich belegen, dass es Herrn Prof. Pietschmann in der Tat gelingt, das Interesse der Studierenden für das von ihm vertretene Thema zu stimulieren.
Stellenwert und Stimmigkeit der Lehrtätigkeit ("Praxis und Wissenschaft") von Prof Pietschmann können auch aus seinem beruflichen Werdegang erschlossen werden. Er hat zunächst die Anerkennung als Facharzt für Innere Medizin und später auch das Zusatzfach Rheumatologie erworben und sich 1992 in Innerer Medizin habilitiert. Zehn Jahre nach der ersten Habilitation erfolgte die zweite für Pathophysiologie. Zurzeit leitet Prof. Pietschmann die Abteilung Zelluläre und Molekulare Pathophysiologie am Institut für Pathophysiologie. Dieser bemerkenswerte Berufsweg hat Prof. Pietschmann von der Praxis zur Theorie geführt. Seit kurzem ist er auch Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie - die von ihm für die Lehre postulierte Verbindung von Praxis und Wissenschaft ist also auch in seiner persönlichen Berufstätigkeit realisiert.