
Die Jury hat die Auszeichnung "Teacher of the Month" der MUW für Oktober an Herrn Univ.-Prof. Dr. Andreas BÖCK (Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde) verliehen.
Herr Prof. Böck ist seit seinem Eintritt in die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde in zahlreichen unterschiedlichen Funktionen in der Lehre tätig. Er hat die klassischen Formen des Unterrichtens unter den Bedingungen der Medizinischen Rigorosenordnung und des alten Studienplans kennen gelernt und unterstützt, war für zahlreiche hausinterne Fortbildungen zuständig und aktiv an der Entwicklung des Unterrichts in Kinderheilkunde im neuen Studienplan tätig. Auch im Rahmen seiner mehrjährigen Auslandstätigkeiten (v.a. 2 Jahre Duke University, NC) war er in der Lehre engagiert und konnte auf diesem Gebiet internationale Erfahrung sammeln.
Im Rahmen des MCW hat sich Prof. Böck besonders bemüht, breit gefächertes und praxisorientiertes Wissen weiterzugeben und war maßgeblich an der Entwicklung beispielhafter Study Guides (Block 16, Tertial Pädiatrie) für einzelne Elemente des MCW beteiligt. Mit Prof. Böck wird ein Kliniker als Teacher of the Month ausgezeichnet, der sich sowohl in der Wissensvermittlung (Block 16), als auch im klinischen Tertial engagiert und in der klinischen Grundausbildung besonders großen Wert auf die Vermittlung der Aspekte des ersten Kontakts mit dem Patienten legt, was ja für die Praxis ganz allgemein von herausragender Bedeutung ist. Prof. Böck ist wiederholt unter den Top10 der Lehrenden in verschiedenen Elementen des MCW evaluiert worden.
Das Engagement von Prof. Böck in der Lehre kommt auch in seinen Bemühungen zum Ausdruck, Probleme in der Kinderheilkunde in der Öffentlichkeit zu thematisieren und an über die MUW hinausgehenden Vermittlungsprojekten teilzunehmen, die beachtliches Medienecho gefunden haben (Printmedien, Elternbroschüre der Klinik, "Minopolis" - Krankenhaus der Stadt der Kinder u.a.m.).
Prof. Böck liegt vor allem die Vermittlung "umfassenden Wissens" am Herzen, was man auch mit der Orientierung an "humanistischem Gedankengut" beschreiben könnte, das sowohl geschichtliche, wie aktuelle Zusammenhänge und zugehörige Probleme umfasst, die über das unmittelbar biomedizinische Wissen hinausgehen. Großen Wert legt er auf Ermöglichung des direkten Kontakts von Studierenden und Patienten, was insbesondere in der Zahnmedizinischen Ausbildung (Kontakt mit Patienten und Eltern!) von Bedeutung ist und bestens akzeptiert wurde.
Als engagierter Lehrer setzt sich Prof. Böck mit verschiedenen Problemen des MCW (Stichwort: Verschulung versus "akademische Freiheit") auseinander und nennt eine Reihe von Wünschen an die Weiterentwicklung des MCW. Diese Wünsche sollten vor allem dann berücksichtigt werden können, wenn die jetzt gegebene Doppelbelastung der Kliniken durch das auslaufende alte Studium und die neue Studienordnung weggefallen ist. Vor allem sollte die vertikale Integration des Wissensstoffs optimiert werden; auch eine Schärfung des eigenständigen Profils des MCW wird eingefordert, in dem neben wichtigen aus internationalen Beispielen entnommenen Elementen auch die eigenständig entwickelten Curriculumanteile Bedeutung haben sollen. In diesem Sinn plädiert Prof. Böck auch für eine gesamtösterreichische Kooperation, um die an den vier österreichischen Standorten vorzufindende Expertise in der Lehre nutzbar zu machen (was bis zu gemeinsamen Prüfungen gehen könnte).
Lehre ist in besonderer Weise auf Kooperation aller Beteiligten angewiesen; Herr Prof. Böck wird als Lehrer auch durch seinen Wunsch charakterisiert, diese Auszeichnung auch als Anerkennung für alle an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde an der Lehre Beteiligten zu verstehen und insbesondere der in diesem aufwändig zu gestaltenden Gebiet so verdienstvollen Frau Dye zu danken.