Kommission gemäß § 8 Bundesministeriengesetz
"Standards und Richtlinien für den Informatikeinsatz
im österreichischen Gesundheitswesen (STRING)"
Kurzinformation
a) Ausgangslage:
Elektronische Aufzeichnung und Übertragung von Patientendaten, digitalisierte Röntgenbilder, MedCard oder medizinischen Expertensysteme sind nur einige aktuelle Themen aus der Medizininformatik, die auch die medizinische Praxis unmittelbar betreffen (werden).
Die derzeitige Situation im Österreichischen Gesundheitswesen ist durch eine sehr heterogene Durchdringung und Ausstattung mit Informations- und Kommunikationstechnologie gekennzeichnet. Ein wesentlicher Ansatz für eine höhere Gesamteffizienz liegt in einer stärkeren Interoperabilität der Systeme durch die Vorgabe und Berücksichtigung von Standards bzw. weithin akzeptierten Schnittstellen. Entsprechende Entwicklungen auf internationaler Ebene bieten dabei den Rahmen für eine nationale Umsetzung, die unter Bedingungen einer bestmöglichen Koordination und Transparenz erfolgen sollte. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Datensicherheit und die datenschutzrechtliche Sensibilität von medizinischer Information gelegt.
b) Aufgaben, Ziele
Eine einschlägige Veranstaltung bzw. deren Teilnehmergruppe bildete die Ausgangsbasis für die Einrichtung einer Kommission gemäß § 8 Bundesministeriengesetz zur Beratung der Bundesministerin für Gesundheit und Konsumentenschutz im genannten Themenbereich. Das Expertengremium hat weiters die Funktion einer Informationsplattform zwischen den Einrichtungen der Hoheitsverwaltung, dem Sektor Lehre, Forschung und Entwicklung sowie den Leistungsträgern des Gesundheitswesens (Ärzte, Krankenanstalten u.a.). Dementsprechend lassen sich folgende Grobziele formulieren:
· Empfehlungen für Richtlinien bis hin zu legistischen Grundlagen
· Erhebung, Abstimmung und Koordination entsprechender Aktivitäten und Positionen bei den verschiedenen Partnern im österreichischen Gesundheitssystem
· Hilfestellung bei konkreten Umsetzungs- und Implementierungsvorhaben
· Initiierung und/oder Förderung von Pilotprojekten
· Laufende Einbeziehung von Projektergebnissen aus dem F&E-Bereich
· Einflußnahme auf den internationalen Prozeß der Standardisierung in der medizinischen Informatik
· Begleitung bei der Einführung von deren Ergebnissen in das nationale Normenwesen
· Maßnahmen der Bewußtseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit
c) Mitglieder
Die STRING-Kommission besteht aus nachstehenden, von der Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales bestellten ExpertInnnen:
d) Arbeitsweise
Jedem Kommissionsmitglied kommt eine "Multiplikator"-Rolle zur laufenden Betreuung seines Wirkungsbereiches unter Nutzung der vorhandenen organisatorischen Infrastruktur zu. Für Spezialfragen sollen zusätzliche Experten herangezogen werden. Durch die Kooperation mit anderen Initiativen verwandter Zielsetzung (Bsp. Arbeitskreis "Medizinische Informatik" der Österreichischen Computergesellschaft, Spiegelgruppe zum CEN TC "Medizinische Informatik" am Österreichischen Normungsinstitut, AUSTRIAPRO-Arbeitskreis "Gesundheitswesen" etc.) wird insbesondere ein laufender Informationsaustausch mit der Wirtschaft (Hard- und Softwareindustrie, Unternehmensberatung) angestrebt.
Insgesamt soll die Tätigkeit der Kommission durch die Orientierung auf konkrete Projekte möglichst effizient gestaltet und unter Nutzung verschiedener Informations- und Kommunikationswege (Publikationen, Workshops, Internet-Server u.a.) optimal verbreitet werden.
e) Auskünfte:
Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:
Dipl.Ing. Manfred Pregartbauer, BM für Arbeit,Gesundheit und Soziales/ADV II,
Tel. 71172/4186, Fax 71172/4187, E-Mail manfred.pregartbauer@bmg.gv.at
sowie die weiteren Kommissionsmitglieder