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[In German:] 12. Europäischer Tag der Organspende und Transplantation

[In German:] (Wien, 21-10-2010) Am 23. Oktober findet bereits zum 12. Mal der vom Europarat organisierte Europäische Tag für Organspende und Transplantation statt, die mitteleuropäischen Staaten begingen ihn jedoch bereits am 16. 10. Als Novum konnten die BesucherInnen erstmals durch überlebensgroße Organe hindurchgehen, um die Wichtigkeit des Themas noch deutlicher sichtbar zu machen.

Allein in Europa stehen laut Angaben des Europarats rund 50.000 Menschen auf Wartelisten für ein Transplantat. Im Durchschnitt sterben davon täglich 12 PatientInnen, da nicht ausreichend Organe zur Verfügung stehen. Um dieses Thema sowohl den verantwortlichen PolitikerInnen als auch der Bevölkerung nahe zu bringen, organisiert der Europarat jedes Jahr den Europäischen Tag der Organspende und Transplantation.

Der Hauptevent findet heuer am 23. 10. in Tiflis, Georgien statt, die mitteleuropäischen Staaten begingen ihn jedoch bereits am 16. Oktober. In Wien fand die Satellitenveranstaltung in der Fußgängerzone Am Graben statt. Unter dem Motto „Organspende betrifft Jeden!“ versuchten die Organisatoren mit der Veranstaltung eine politische Bedarfs- und Nachfrage Debatte zu diesem Thema anzuregen, das Thema ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und damit Organspende und Transplantation durch mehr Organspenden zu fördern. Dazu wurden auf einer Programmbühne die drei Schwerpunkte Transplantation und Medizin, Sport und Kunst abgehandelt. Durch die Veranstaltung führte der Leiter der Transplantationschirurgie an der Universitätsklinik der MedUni Wien, Univ. Prof. Dr. Ferdinand Mühlbacher, gemeinsam mit Sabine Schwenk, die selbst nierentransplantiert ist.



Die feierliche Eröffnung erfolgte durch Mag.a Sonja Wehsely, Stadträtin für Gesundheit und Soziales, sowie den Bezirksvorsteher des 3. Bezirks, Erich Hohenberger, der selbst Betroffener ist und vor einem Jahr ein Nierentransplantat erhielt. In weiterer Folge wies Prim. Dr. Robert Hawlicek von der Österreichischen Ärztekammer auf die österreichische Erfolgsgeschichte der Transplantation und deren Qualität hin. Außerdem kamen Transplantationsbeauftragte und Koordinatoren sowie Transplantationschirurgen zu Wort, darunter Univ. Prof. Dr. Walter Klepetko, Ao.Univ. Prof. Dr. Andreas Zuckermann und Ao.Univ. Prof. Dr. Rudolf Steininger, alle von der Universitätsklinik für Chirurgie an der Medizinischen Universität Wien.
Desweiteren präsentierte Elisabeth Netter, Vorsitzende des Vereins der Herz- Lungentransplantierten und Hauptaktivistin für einen übergeordneten Dachverband als Interessensvertretung aller Organtransplantierten, das „Green Ribbon” als Zeichen der Zustimmung zu Organspende und Transplantation, das in den USA bereits seit längerem eingeführt ist.



Für die gute Sache radelte im Sportblock auch Radsport-As Bernhard Kohl mit verschiedenen Herausforderern um die Wette, im Block „Kunst und Transplantation“ erzählten wiederum acht Lebenskünstler ihre Geschichten, präsentierten Kunstwerke und gaben musikalische Einlagen zum besten. Den Interessierten boten sich zudem überdimensionale Organmodelle, durch die man sogar hindurchgehen konnte. Den Abschluss bildete ein ökumenischer Dankgottesdienst in der Jesuitenkirche.