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Barbara Kiesewetter

Titel:  Dr.in
Researcher of the Month Mai 2014

Warum haben Sie sich für eine wissenschaftliche Karriere entschieden?

Ich wusste schon früh, dass ich Ärztin werden möchte - dass eine wissenschaftliche Karriere dazu kommt, hätte ich am Beginn meines Studiums nicht gedacht. Ich habe auf meinem medizinischen Weg schnell erkannt, dass wissenschaftliches Arbeiten die Basis jedes ärztlichen Handelns darstellt und nur so Fortschritt erzielt werden kann, zu dem ich auch unbedingt beitragen möchte. Ich war rasch Feuer und Flamme!

 

Wie verlief ihr wissenschaftlicher Weg?

Ich habe im Studium bereits mehrmals Praktika an der onkologischen Abteilung der MUW absolviert und in deren Rahmen die ersten wichtigen Kontakte geknüpft. Im weiteren Verlauf konnte ich dann bereits vor meinem Abschluss als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei klinischen Studien unterstützend mitwirken und konnte auch eigene kleine Projekte starten. Ich denke, dass es wichtig ist, frühzeitig hinein zu schnuppern: einerseits um herauszufinden, ob man sich die Wissenschaft als ständigen Begleiter vorstellen kann, andererseits weil gewisse „Skills“ über einen langen Zeitraum erlernt werden müssen.

 

Was sind ihr Stärken und wie konnten Sie diese für ihre Karriere nutzen?

Zielstrebigkeit, Neugier, Organisationsfreude und – ganz wichtig – viel Sitzfleisch und Konsequenz!

Ohne eine gute Kombination dieser Eingenschaft und viel Durchhaltevermögen wäre mein bisheriger Weg nicht möglich gewesen.

 

Was sind ihre wichtigsten Ressourcen gewesen, um Karriere machen zu können?

Ein guter Mentor der an mich glaubt und eine Arbeitsgruppe die unterstützend mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wissenschaftliches Arbeit ist Teamwork und gerade am Anfang benötigt man ein Netzwerk, das darauf achtet, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet.

 

Was war ihr größter Misserfolg und was haben Sie daraus gelernt?

Kleine Misserfolge gibt es ständig, sei es dass ein Paper nicht beim gewünschten Journal angenommen wird oder ein Projekt nicht auf Anhieb funktioniert. Essentiell ist es, die Probleme mit seinem Team bzw. erfahreneren Wissenschaftlern zu besprechen, denn nur so lässt sich aus Fehlern lernen.

War es für ihren Karriereverlauf hinderlich, eine Frau zu sein?

Bisher habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht.

Falls Sie Kinder haben: Was ist bzw. war an Unterstützung besonders hilfreich?
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Welchen Ausgleich suchen Sie in ihrer Freizeit?

Ich denke, ein Teil des Schlüssels zum Erfolg ist, dass Medizin und Wissenschaft zu meinen größten Hobbys zählen! Sonst würde es wohl auch schwer fallen, soviel (Frei-)Zeit damit zu verbringen. Ansonsten: Familie, Freunde, Sport und Sonne tanken!

Tipps und Tricks

Sich vorab gut informieren, wie der Alltag im angestrebten Feld wirklich aussieht – dann kann einen kaum Etwas überraschen!