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[in German:] 29. April: Internationaler Tag der Immunologie

[in German:] (Wien, 28-04-2014) Auf Initiative der „European Federation of Immunological Societies –EFIS“ findet jährlich am 29. April der „day of immunology“ statt. Weltweit wird an diesem Tag auf die Bedeutung der immunologischen Forschung für das Gesundheitswesen hingewiesen.


Das öffentliche Interesse an Immunologie ist generell sehr groß, was sich in der weiten Verbreitung des Begriffes „das Immunsystem stärken“ in der Bevölkerung widerspiegelt, auch werden zahllose Produkte mit diesem Begriff beworben.

Die landläufige Vorstellung vom Wirken des Immunsystems deckt sich im Kern mit den Erkenntnissen der modernen Wissenschaften: das Immunsystem bewahrt die „Integrität“, also die Ganzheit eines Organismus - es erhält uns gesund. Allerdings nehmen wir die Wirkung des Immunsystems nicht wahr solange wir gesund sind, es arbeitet sozusagen im Hintergrund.

Ein deutlicher Beweis dafür, dass das Immunsystem „gestärkt“ werden kann, ist die Impfung. Durch vorbeugende Impfungen konnten in den letzten Jahrzehnten große Epidemien von Infektionskrankheiten verhindert werden und so Millionen von Menschen vor dem Tod oder lebensbedrohlichen Erkrankungen geschützt werden, zumindest in den sogenannten westlichen Zivilisationen.

Es ist absehbar, dass in den nächsten beiden Jahrzehnten auch wirksame Impfstoffe für die drei Infektionskrankheiten Malaria, Tuberkulose und HIV zur Verfügung stehen werden. Immunologen stehen jedoch bereits vor neuen Herausforderungen. In unseren modernen Gesellschaften nimmt die Häufigkeit von Krebs- und Autoimmunerkrankungen, sowie von Allergien dramatisch zu. Alle diese Krankheiten sind ursächlich mit dem Immunsystem verbunden und intensive Forschung hat bereits zu ersten Behandlungserfolgen geführt.

Medikamente und Therapien basierend auf immunologischen Erkenntnissen werden bei Tumorerkrankungen angewendet und erleichtern das Leben von Menschen, die an schweren Autoimmunerkrankungen leiden. Jedoch entziehen sich noch viele Krebserkrankungen, Autoimmunitäten und allergische Reaktionen durch ihre Komplexität und Individualität einer erfolgreichen Bekämpfung. Der Bedarf an weiterer intensiver immunologischer Grundlagen- und anwendungsorientierter immunologischer Forschung ist daher sehr dringend und hoch.

 

Immunologische Spitzenforschung an der MedUni Wien

Die Medizinische Universität Wien beteiligt sich an der Lösung der eminenten Fragestellungen innerhalb der Immunologie mit sehr großem Engagement und betreibt weltweit anerkannte Spitzenforschung. Um die interne Forschungskooperation in diesem Bereich zu bündeln und noch besser zu fördern, wurde der MedUni Wien Forschungscluster Immunologie (Immunology Research Cluster – IRC) geschaffen, der ein thematisch und fachlich übergreifendes Netzwerk von rund 80 Forschungsgruppen der MedUni Wien mit den Schwerpunkten Allergie, Entzündung und Infektion. Dadurch sollen neue prophylaktische und therapeutische Ansätze sowie diagnostische Konzepte zur Behandlung von immunologischen und anderen entzündlichen Erkrankungen entwickelt werden.

 

Die WissenschafterInnen dieses Clusters betreiben viele durch den Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung (FWF) finanzierte Projekte, unter anderem auch Sonderforschungsbereiche (SFBs) und Doktoratskollegs (DKs), WWTF Projekte, EU-Projekte sowie mehrere Christian Doppler Labors. Neben der Exzellenz in der Grundlagen-, translationalen und klinischen Forschung tragen diese Projekte auch wesentlich zur wissenschaftlichen Nachwuchsförderung bei.

MedUni Wien Forschungscluster Immunologie: cluster.meduniwien.ac.at/irc

European Ferderation of Immunological Societies: www.efis.org

Österreichische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie: www.oegai.org