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[in German:] Agnes Pirker-Kees erhält Young Investigator Award der Österreichischen Alzheimer Gesellschaft

[in German:] (Wien, 24-06-2015) Agnes Pirker-Kees von der Universitätsklinik für Neurologie der MedUni Wien im AKH Wien wurde von der Österreichischen Alzheimer Gesellschaft ÖAG mit dem Young Investigator Award ausgezeichnet


Derzeit leiden in Österreich mehr als 100.000 PatientInnen an Alzheimerdemenz (AD). Verhaltensstörungen werden bei etwa 70% der Erkrankten im späteren Krankheitsverlauf beobachtet. Diese sind für Betroffene und Betreuungspersonen eine hohe Belastung und führen bei Fehl- oder Nichtbehandlung häufig zur Heimeinweisung. Bezüglich Wirksamkeit der Psychopharmaka bei AD-Verhaltensstörungen ist die Datenlage kontrovers. Deren Einfluss auf die Betreubelastung wurde bis dato kaum untersucht.

In ihrer aktuellen Studie (mit Daten aus dem Österr. PRODEM-Register der ÖAG) untersuchte Agnes Pirker-Kees die Wirkung von SSRI, Trazodon, Benzodiazepinen und atypischen Neuroleptika auf Kognition, Verhalten und Betreubelastung an 309 PatientInnen und deren Caregiver über den Verlauf eines Jahres. Die statistische Auswertung zeigte, dass Trazodon positive Wirkung auf Kognition und Verhalten bei AD-PatientInnen hatte. Für SSRIs oder atypische Neuroleptika wurde dieser Effekt nicht gefunden.
Die Belastung der Betreuungspersonen konnte jedoch durch den Einsatz von SSRI, Trazodon oder Benzodiazepine signifikant verringert werden.

Zur Person

Agnes Pirker-Kees schloss 2006 ihr Studium der Medizin an der MedUni Wien ab. Seit Jänner 2007 steht sie an der Universitätsklinik für Neurologie in Facharztausbildung zur Fachärztin für Neurologie. Ihre klinischen und wissenschaftlichen Interessensgebiete sind neurodegenerative (z.B. Alzheimerdemenz) und neuroinflammatorische Erkrankungen.
Sie ist seit Jahren Mitarbeiterin in der Ambulanz für Gedächtnisstörungen und Demenzerkrankungen (Leiter Peter Dal-Bianco).
Im Jahr 2010 erhielt sie erstmals den ÖAG-Förderpreis für ihre Präsentation über Th17 Zellaktivitäten bei Alzheimer. 2011 erhielt sie den Posterpreis der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie für ihre Arbeit über die Bedeutung von Albumin beim Posterioren reversiblen encephalopathischen Syndrom (PRES).