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[in German:] Andrea Gsur koordiniert Forschungsprojekt der EU-Initiative TRANSCAN

[in German:] (Wien, 29-04-2015) Andrea Gsur vom Institut für Krebsforschung, Klinik für Innere Medizin I der MedUni Wien, ist Hauptkoordinatorin des Forschungsprojektes „Biomarkers related to folate-dependent one-carbon metabolism in colorectal cancer recurrence and survival“ (FOCUS) des europäischen Netzwerks „ERA-NET on Translational Cancer Research“ (TRANSCAN). Das Projekt ist mit einem Gesamtfördervolumen von 1.472.000 Euro ausgestattet.

 

Seit April 2014 läuft bereits das TRANSCAN-Projekt „Metabolomic profiles throughout the continuum of colorectal carcinogenesis“ im Rahmen der Ausschreibung „Translational research on primary and secondary prevention of cancer” unter der Beteiligung von Andrea Gsur.
Nun erfolgt der Projektstart eines weiteren TRANSCAN Projektes mit dem Titel „Biomarkers related to folate-dependent one-carbon metabolism in colorectal cancer recurrence and survival“ (FOCUS) im Rahmen der Ausschreibung „Translational research on tertiary prevention in cancer patients“.


Andrea Gsur ist die Hauptkoordinatorin dieses TRANSCAN-Konsortiums, an dem neben der MedUni Wien das Deutsche Krebsforschungszentrum DKFZ in Heidelberg (Deutschland), die Universitäten Maastricht und Wageningen (Niederlande) sowie BEVITAL (Norwegen) beteiligt sind.


Ziel dieser Studie ist es zu untersuchen, ob die Prognose von PatientInnen mit kolorektalem Karzinom in Zusammenhang mit dem Folat-Status steht. Dazu werden Plasmaproben einer umfangreichen Kohorte von europäischen PatientInnen mit kolorektalem Karzinom zu unterschiedlichen Zeitintervallen (vor der Operation sowie 6 und 12 Monate nach der Operation) untersucht. Die Arbeitsgruppe „Molekulare Epidemiologie“ von Andrea Gsur wird dazu eine beträchtliche Zahl von Plasmaprobenaus der „Colorectal Cancer Study of Austria“ (CORSA) in diese Studie einbringen.


Weiters soll bestimmt werden, welche „folate-dependent one-carbon metabolism“ (FOCM) Biomarker mit der Folataufnahme – sowohl aus der Nahrung als auch aus Nahrungsergänzungsmitteln – assoziiert sind und ob der Folat-Status die toxischen Nebenwirkungen einer 5-FU-Chemotherapie beeinflussen kann. Durch die Aufklärung des Effektes von Folat und FOCM- Biomarkern auf die Prognose des kolorektalen Karzinoms sollen tertiäre Präventionsstrategien definiert werden.


TRANSCAN

TRANSCAN ("ERA-NET on Translational Cancer Research") ist ein europaweites Forschungsnetz, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programmes FP7 finanziert wird. Übergreifendes Ziel ist es, hochinnovative und ambitionierte Verbundprojekte in der translationalen Krebsforschung auf europäischer Ebene zu fördern. Im Rahmen von TRANSCAN wurden in den Jahren 2011 bis 2013 drei transnationale gemeinsame Förderbekanntmachungen zu verschiedenen Themen veröffentlicht. Die vierte gemeinsame Bekanntmachung JTC 2014 soll die Wirksamkeit einer personalisierten Behandlung von KrebspatientInnen verbessern. Ausgehend von einem besseren Verständnis der Mechanismen der intratumoralen Heterogenität und deren Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf sollen neue Instrumente und gezielte Behandlungsstrategien entwickelt werden.


Zur Person

Andrea Gsur studierte Biologie mit dem Schwerpunkt Mikrobiologie/Molekularbiologie an der Universität Wien. Sie ist seit 1996 am Institut für Krebsforschung beschäftigt und habilitierte sich 2003 mit dem Thema „Molecular epidemiology of prostate cancer“. Andrea Gsur ist Mitglied der internationalen Konsortien GECCO (Genetics and Epidemiology of Colorectal Cancer Consortium), koordiniert vom Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle, und COGENT (COlorectal cancer GENeTics). Beide Konsortien erforschen den Einfluss genetischer Varianten auf die kolorektale Karzinogenese in großen Fall- Kontrollstudien, die mehrere 10.000 PatientInnen mit kolorektalem Karzinom und Kontrollen umfassen.