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[in German:] "Appen statt Googeln"

[in German:] (Wien, 21-01-2014) Seit Anfang 2013 arbeiten die Klinische Abteilung für Onkologie an der Klinik für Innere Medizin I als Teil des Comprehensive Cancer Center der Medizinischen Universität Wien und des AKH Wien, die Österreichische Krebshilfe, die Initiative "Leben mit Krebs" an der ersten deutschsprachigen App für KrebspatientInnen und Angehörige.

Die App "KrebsHILFE" ist eine praktische Hilfe für all jene, die Informationen über eine Krebserkrankung und Therapie suchen. Sie bietet umfangreiche Hilfestellungen und Tipps zu Themen wie u.a. Nebenwirkungen, Ernährung, Rehabilitation, Krebs und Beruf oder die Soforthilfe der Österreichischen Krebshilfe.

In einer persönlichen Ecke kann der Krankheitsverlauf aufgezeichnet, krankheitsrelevante Ereignisse erfasst und wichtige Termine vermerkt und gemanagt werden. In persönlichen Checklisten können ausgewählte Tipps aus der App direkt abgespeichert und mit Terminen versehen werden. In einem individuellen Tagebuch kann der Verlauf der wichtigsten Nebenwirkungen "Übelkeit", "Müdigkeit", "Schmerzen" und die psychische Verfassung eingetragen werden und - auf Wunsch - direkt an den behandelnden Arzt gesendet werden.

Ein eigener Bereich mit Entspannungsmusik (von Walter Baco und polyglobemusic zur Verfügung gestellt) rundet das Serviceangebot ab. Die App steht sowohl für Android als auch für iOS-Smartphones und Tablet-Computer in den jeweiligen App-Stores kostenlos zur Verfügung.

In der 1. Etappe ist die App für Brustkrebs-, Prostatakrebs- und DarmkrebspatientInnen eingerichtet, bis Ende 2014 wird die App um neun weitere Krebsarten ergänzt.

Weltkrebstag am 4. Februar
Zum Weltkrebstag 2014 am 4. Februar fordert die "World Cancer Declaration" unter anderem die aktive Information der Bevölkerung über Vermeidung, Früherkennung und Therapie von Krebs. In Österreich betreibt ein engagiertes Team von Spezialistinnen und Spezialisten schon seit Jahren aktive Informationsarbeit rund um das Thema Krebs.

Die App bietet auf innovative Weise eine neue Dimension der Informationsarbeit im deutschsprachigen Raum. Damit wird auch eine der Forderungen, die Bevölkerung aktiver und besser zu informieren, erfüllt.  Und diese Forderung besteht zu Recht. Rund 30.000 PatientInnen und Angehörige suchen jährlich Rat, Information und Hilfe in den 43 Krebshilfe-Beratungsstellen in ganz Österreich.

PatientInnen als mündige PartnerInnen
"Ich wünsche mir, dass PatientInnen zu Partnern werden," so Christoph Zielinski, Koordinator des CCC und Leiter der Universitätsklinik für Innere Medizin I und der klinischen Abteilung für Onkologie der MedUni Wien. "Sie können aber nur dann mündige Partner sein, wenn sie ausreichende und verständliche Informationen haben. Ein mögliches Informationsmanko auszugleichen ist vorrangig Aufgabe des Therapeuten, aber ich motiviere jeden Patienten, sich auch aktiv zu informieren und Fragen zu stellen. Informierte PatientInnen und Angehörige sind wichtige Partner beim Leben mit Krebs. Die Zusammenarbeit zwischen PatientIn, Angehörigem, Krebshilfe und Therapeuten spielt auf jeden Fall eine große Rolle für den Erfolg der Behandlung," so der Krebsspezialist.

Die App zum Download (IOS und Android): http://www.leben-mit-krebs.at/