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[in German:] Award of Excellence des Wissenschaftsministeriums für Isabella Wimmer

[in German:] (Wien, 07-12-2015) Isabella Wimmer, PhD-Absolventin an der Abteilung für Neuroimmunologie des Zentrums für Hirnforschung der MedUni Wien, wurde vom Wissenschaftsministerium für ihre Dissertation der "Award of Excellence 2015" verliehen.


Mit diesem Preis in der Höhe von 3.000 Euro werden die 40 besten Dissertationen in Österreich des Studienjahres 2014/15 ausgezeichnet.
Der Titel der Dissertation lautet: "Molecular mechanisms of inflammation and neurodegeneration in multiple sclerosis". Hans Lassmann, Leiter der Abteilung Neuroimmunologie des Zentrums für Hirnforschung, war Supervisor der Arbeit.


Zur Arbeit

Im Zentrum der Dissertation steht die chronisch-entzündliche Erkrankung Multiple Sklerose, bei der es durch Entmarkung von Nervenfasern im Zentralnervensystem zu motorischen und sensorischen Ausfallserscheinungen kommt. Ziel der Doktorarbeit war die Aufklärung von essentiellen Schritten in der Entstehung und Ausbreitung von oxidativem Gewebeschaden bei Multipler Sklerose. Unter Zuhilfenahme von gesundem und erkranktem humanen Autopsiematerial konnten mittels Genchip-Analysen und immunhistochemischer Färbungen die Erzeugung von Radikalen durch NADPH-Oxidasen als einer der treibenden pathogenetischen Mechanismen identifiziert und eine oxidative Schädigung von Nervenzellen und Oligodendrozyten nachgewiesen werden. Zusätzlich konnte im Vergleich mit zahlreichen anderen entzündlichen und neurodegenerativen Krankheiten die ausgedehnte subpiale Entmarkung in der kortikalen grauen Substanz von Multiple-Sklerose‐PatientInnen als krankheitsspezifisches Entmarkungsmuster detektiert werden.

Zur Person
Isabella Wimmer absolvierte das Studium der Molekularen Biologie an der Universität Wien, das sie mit Auszeichnung abschloss. Danach absolvierte sie ihr PhD-Studium an der MedUni Wien im Doktoratskolleg „CCHD-Cell Communication in Health and Disease“. Im Zuge ihrer Dissertation bei Hans Lassmann am Zentrum für Hirnforschung konnten ihre Forschungsergebnisse bereits in mehreren anerkannten wissenschaftlichen Journalen publiziert werden. Im Rahmen ihres Studiums verbrachte sie einen siebenmonatigen Forschungsaufenthalt in Bern (Schweiz). Seit ihrem Abschluss Anfang 2015 ist sie weiterhin an der MedUni Wien als Post-Doc am Zentrum für Hirnforschung tätig. Isabella Wimmer wurde 2013 der Helmut-Bauer-Nachwuchspreis für Multiple-Sklerose-Forschung verlieren. Weiters erhielt sie mehrere Posterpreise bei nationalen und internationalen Kongressen, unter anderem dem World Congress of Neurology 2013.

 

Bild: Isabella Wimmer mit Stefan Böhm (links, in Vertretung des Rektors) und Alexander Marinovic (Wissenschaftsministerium)