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[in German:] Christine Mannhalter neue Chefin der Agentur für wissenschaftliche Integrität

[in German:] Wien (23-10-2014) Die Molekularbiologin und Vizepräsidentin des Wissenschaftsfonds FWF, Christine Mannhalter (65), ist neue Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität (OeAWI). Sie folgt damit auf Christoph Kratky, der die 2008 unter dem Eindruck von Plagiatsfällen und mehreren Verdachtsfällen wissenschaftlichen Fehlverhaltens gegründete Einrichtung seit Beginn leitete.

Ordentliche Mitglieder der OeAWI sind alle Universitäten, einige Fachhochschulen, die Paracelsus Medizinische Privatuniversität sowie Forschungseinrichtungen bzw. Förderinstitutionen wie etwa die Akademie der Wissenschaften, das Institute of Science and Technology Austria (IST Austria), das Austrian Institute of Technology (AIT), der FWF und die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Die Agentur untersucht Vorwürfe wissenschaftlichen Fehlverhaltens, bewertet diese und erarbeitet Vorschläge für nachfolgende Maßnahmen. Diese Aufgabe übernimmt die sogenannte Kommission für wissenschaftliche Integrität, ein mit ausländischen Wissenschaftern verschiedener Disziplinen besetztes unabhängiges Gremium. Sanktionen verhängt die OeAWI nicht.

Mannhalter studierte Biotechnologie an der Universität Wien und dissertierte 1977 an der damaligen Medizinischen Fakultät. Anschließend ging sie als Postdoctoral Fellow für zwei Jahre an die University of Southern California Medical School (USA) und forschte an der Uni Wien. 1985 habilitierte sie sich im Fach Klinische Chemie und begann mit dem Aufbau der molekularbiologischen Diagnostik an der Medizinischen Fakultät und am AKH. 2000 wurde sie zur Professorin für Molekulare Diagnostik berufen.

Seit 2000 ist Mannhalter außerdem Mitglied der Ethikkommission der MedUni Wien, von 2001 bis 2013 war sie außerdem Mitglied der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt. Seit 2010 fungiert sie als Vizepräsidentin des FWF, wo sie für den Bereich Biologie und Medizin sowie Mobilitäts- und Frauenprogramme zuständig ist.

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