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[in German:] ForscherInnen des Exzellenzzentrums Hochfeld-MR der MedUni Wien im internationalen Spitzenfeld

[in German:] (Wien, 27-07-2015) Beim 23. Meeting der Internationalen Gesellschaft für Magnetresonanz in der Medizin (ISMRM, International Society of Magnetic Resonance in Medicine) in Toronto bewiesen die am Exzellenzzentrum für Hochfeld MR tätigen MedizinerInnen und PhysikerInnen der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin der MedUni Wien mit ihren Beiträgen und Auszeichnungen den internationale Stellenwert der heimischen MR-Forschung.

Beim wichtigsten MR-Kongress vom 30. Mai bis 5. Juni 2015 in Toronto wurde die MR-Site am Standort Meduni Wien wieder einmal als wichtiger und prominenter Standort in der internationalen MR-Community betont und mit einer starken Präsenz (28 akzeptierte wissenschaftliche Beiträge) ihrer MitarbeiterInnen und präsentierten Arbeiten am Meeting unterstrichen. Siegfried Trattnig, Leiter des Exzellenzzentzums Hochfeld-MR, berichtete vor 2.000 ZuhörerInnen über die klinischen Studien am 7Tesla in Wien
Der ISMRM Merit Award wird jährlich für besondere Leistungen von Wissenschaftlern in der Magnetresonanzforschung vergeben. „Study group session awards“ werden an die bestbewerteten Beiträge von WissenschaftlerInnen einer MR Subspezialität vergeben.

Folgende Auszeichnungen erhielten die MitarbeiterInnen des Zentrums:

Michal Povazan, „ISMRM Merit Award – Magna Cum Laude“ „sowie Psychiatric Study Group – Best abstract Trainee Award – 1st place“
“Detection of brain macromolecules using double inversion recovery ultra-short acquisition delay 1H MRSI at 7 Tesla”
Magnetresonanzspektroskopie (MRSI) des Gehirns liefert Informationen über klinisch relevante Stoffwechselprodukte und Makromoleküle, welche als Biomarker für viele Pathologien nützlich sein können. Um diese Biomarker getrennt voneinander in einer klinisch anwendbaren Untersuchungszeit zu ermitteln, wurde in dieser Studie eine neue Sequenz entwickelt, mit welcher in 17 Minuten die sieben wichtigsten Gehirnstoffwechselprodukte und auch Makromoleküle ermittelt werden konnten. Dies könnte von substanzieller Bedeutung für weitere Studien zur Pathophysiologie der wichtigsten neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen sein.


Stefan Zbyn, „ISMRM Merit Award – Magna cum laude“ sowie „High Field Systems and Applications Study Group session - 1st place"
“Relaxation-weighted sodium MRI of breast lesions at 7T“
In dieser Studie wurden verschiedene Methoden zur Ermittlung von Natriumkonzentrationen in pathologisch verändertem Gewebe in der Brust untersucht und gezeigt, dass sich das Natriumsignal in unterschiedlichen Geweben unterschiedlich verhält und sich somit zur besseren Differenzierung von gutartigen Läsionen, Ödem und Brustkrebs eignet als die konventionelle, rein quantitative Ermittlung des Natriumsignals im Gewebe. Die Kombination beider Techniken könnte die non-invasive Beurteilung von Brustläsionen deutlich verbessern.  

Olgica Zaric, „ISMRM Merit Award - Suma cum laude“
“Quantitative Sodium Imaging of Breast Tumors at 7 Tesla: Preliminary Results”
Das Ziel dieser Studie war es, den Einsatz von quantitativer Natrium-Magnetresonanz (23Na-MRI) zur Evaluation von Läsionen in der Brust zu untersuchen. 23Na-MRI ist eine neue und non-invasive Bildgebungsmethode, die technisch sehr anspruchsvoll ist, jedoch zusätzliche pathophysiologische Informationen zur Angiogenese und zellulärer Proliferation von Geweben liefern kann. In dieser Studie wurde gezeigt, dass, verglichen mit benignen Läsionen, in malignen eine 49% höhere Natriumkonzentration zu finden ist, womit die Rolle von 23Na-MRI in der Detektion, Charakterisierung und follow-up bei Brustläsionen bestätigt wurde.  

Benedikt Hager, „Musculoskeletal MR Study Group Session – 3rd place“
“Evaluation of the Glycosaminoglycan Content in Healthy & Degenerated Menisci with gagCEST at 3T”
Humane Menisken sind halbmondförmige Faserknorpelscheiben die auf vielfältige Art und Weise zu einer normalen Kniefunktion beitragen (Stoßdämpfung, Propriozeption, Gelenksstabilisation und -lubrikation). Die Hauptfaktoren für eine Meniskusdegeneration sind Alterung und Überladung. Meniskusschädigungen sind charakterisiert durch einen signifikanten Verlust an Glykosaminoglykanen und durch Zunahme des Wassergehalts. Das Ziel dieser Studie war es, die Möglichkeiten der gagCEST (glycosaminoglycan Chemical Exchange Saturation Transfer) Bildgebung zur Detektion von degenerierten Menisken auf einem klinischen 3T Scanner zu demonstrieren und sie mit Mono- und Bi-exponentiellen T2* Relaxationszeiten zu vergleichen. gagCEST Bildgebung ist eine erst kürzlich entwickelte quantitative Bildgebungsmethode. Diese Studie hat gezeigt, dass Glykosaminoglykan ein potentieller Biomarker sein kann, um zwischen gesunden und degenerierten Menisken zu unterscheiden.


Barbara Dymerska, „Detection and Correction of Motion in MRI and MRS Study Group Session – 1st place“
“Single echo epi sequence with dynamic distortion correction: minimization of errors due to motion and breathing”
Funktionelle Magnetresonanz-Bildgebung (fMRI) eignet sich hervorragend zur Erfassung von Hirnaktivierung, speziell mit hohen Magnetfeldern (3 oder 7 Tesla) kann hier eine hohe Bildqualität erzielt werden. Die derzeitig verwendete Standardmethode zur Ermittlung dieser Aktivierung (EPI = Echo Planar Imaging) leidet jedoch unter einer geometrischen Verzerrung welche durch Unregelmäßigkeiten im Magnetfeld entstehen und mit der Stärke eben dieses Magnetfeldes ansteigen. In dieser Studie wurde eine dynamische Methode zur Subtraktion dieser Verzerrungen vorgeschlagen, die auch bei zusätzlich starken Bewegungen der PatientInnen und damit resultierenden Bewegungsartefakten die präzise Lokalisation von neuronaler Aktivität im Gehirn deutlich verbessert.    

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