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[in German:] Führungsverhalten hat kein Geschlecht

[in German:] (Wien, 30-01-2012) - „Kommunikationsstärke und Authentizität - das sind die zentralen Elemente einer erfolgreichen und zukunftsweisenden Führungsarbeit“ – und zwar unabhängig vom Geschlecht. Das war das Ergebnis der Tagung der Stabstelle für Personalentwicklung der MedUni Wien mit dem Titel „Social Skills - Erfolgsfaktor in ExpertInnenorganisationen“.

„Es geht weniger um die Frage ‚führen Frauen anders als Männer?‘, sondern ‚welche Führungselemente herrschen in einer erfolgreichen Organisation vor?“, so Carmen Leicht-Scholten, Professorin für Gender und Diversity in den Ingenieurwissenschaften an der RWTH Aachen. Als zentrale Führungselemente setzen Frauen, ihr zufolge, verstärkt Maßnahmen der Personalentwicklung zur Förderung ihrer MitarbeiterInnen ein, kommunizieren Erwartungen klar und signalisieren Werte und Einstellungen über Vorbildwirkung. Diese Führungselemente sollten unabhängig davon, ob es sich um eine männliche oder weibliche Führungskraft handelt, eingesetzt werden. Leicht-Scholten: „Fakt ist, dass diese Führungskompetenzen nachweislich zu finanziellem Erfolg und Zukunftsfähigkeit einer ExpertInnenorganisation beitragen.

Die Expertin plädierte auf der Tagung weiters für Quotenregelungen: „Quoten wären jetzt das probate Mittel, um deutlich zu machen, dass wir ankommen wollen und nicht mehr über weibliches und männliches, sondern nur mehr über gutes und schlechtes Führungsverhalten zu sprechen.“ Dabei denkt Leicht-Scholten an Quoten im „Kaskadensystem“: „Es wird keine Rektorinnen geben, wenn es keine Professorinnen gibt. In Unternehmen braucht es Quotenziele mit Anreizsystemen.“

Notwendiger Wandel der Einstellungen
Um zukunftsfähig zu werden oder zu bleiben, sei ein Wandel in den Einstellungen der Führungsebene erforderlich. Nur so können Führungskräfte das Potenzial ihrer MitarbeiterInnen stärken und weiterentwickeln. Hierfür sei ein authentisches Führungsverhalten, das Emotionen, Konflikte und Diversität/ Individualität zulässt, zielführend. „ExpertInnenorganisationen basieren auf Beziehungsfähigkeit, und diese ist notwendig, um produktiv zu sein“, so Karin Gutiérrez-Lobos, Vizerektorin für Lehre, Gender und Diversity an der Medizinischen Universität Wien.