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[in German:] Heinrich-Auspitz-Preis an Elisabeth Glitzner

[in German:] (Wien, 07-01-2016) Elisabeth Glitzner vom Institut für Krebsforschung der MedUni Wien wurde im Dezember 2015 im Zuge der 125 Jahres-Jubiläumstagung der österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV) mit dem „Heinrich-Auspitz-Preis zur Förderung wissenschaftlicher Arbeiten aus dem Gebiet der Dermatologie“ für ihre Publikation „Specific roles for dendritic cell subsets during initiation and progression of psoriasis“ ausgezeichnet.


Die österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV), die sich der Förderung dermatologischer Forschung widmet, prämiert jährlich bis zu zwei Publikationen mit dem Heinrich-Auspitz-Preis, der für herausragende Arbeit auf dem Gebiet der entzündlichen Dermatosen und Immundermatologie vergeben wird. Dieses Jahr konnte Elisabeth Glitzner mit ihrer Publikation „Specific roles for dendritic cell subsets during initiation and progression of psoriasis“ überzeugen, einer Studie, die sich mit der Rolle von dendritischen Zellen in der Entstehung und Chronizität der Schuppenflechte (Psoriasis), einer schweren entzündlichen Hauterkrankung, befasst. Im Rahmen dieser Arbeit konnte erstmals gezeigt werden, dass zwei unterschiedliche Arten von dendritischen Zellen, eine Familie des angeborenen, ursprünglicheren Immunsystems, in der erkrankten Haut vorhanden sind und entgegengesetzte Funktionen in der Früh- und Spätphase der Psoriasis ausüben. Plasmazytoide dendritische Zellen, die während der frühen Entzündungsphase der Psoriasis in die Haut einwandern, steigern dabei die Entzündung in der Psoriasis, während Langerhanszellen, die auch in der gesunden Haut vorhanden sind und dort ein Leben lang verweilen, die schwelende Hautentzündung unterdrücken können. Auf Basis dieser Arbeit könnten sich neue Therapiekonzepte ergeben, die beispielsweise über die Vermehrung von Langerhanszellen oder die Reduktion von plasmazytoiden dendritischen Zellen wirken könnten.  


Zur Person

Elisabeth Glitzner, 1984 in Österreich geboren, studierte von 2003 bis 2008 Molekulare Biologie an den Universitäten Graz, Salzburg und Montreal. Seit 2008 ist sie Teil der Forschungsgruppe von Maria Sibilia im Institut für Krebsforschung der MedUni Wien, wo sie Ende 2014 promovierte. Ihre Dissertation beschäftigte sich mit den Entstehungsmechanismen der Psoriasis und dem Wechselspiel unterschiedlicher immunologischen Zellarten wie dendritischer Zellen und T-Zellen, die zur Ausprägung dieser Erkrankung führen. Die Erkenntnisse aus dieser Forschungsarbeit wurden 2014 im Journal EMBO Molecular Medicine publiziert und sind Grundlage für diesen Preis. Seit 2015 arbeitet Elisabeth Glitzner als Postdoc in der Gruppe von Maria Sibilia und beschäftigt sich mit der Funktion von epidermalen Wachstumsfaktoren in der Tumorentstehung, sowie mit dem Blutgefäßsystem von Tumoren. Elisabeth Glitzner wurde unter anderem mit dem Präsentationspreis der Jahrestagung der österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (ÖGAI) des Jahres 2014 in Salzburg, sowie Präsentationspreisen der PhD-Symposien der Young Scientist Association der MedUni Wien in den Jahren 2010 und 2013, ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt sie 2011 im Rahmen des 12th International Workshop on Langerhans Cells in Innsbruck den Travel Award.


Specific roles for dendritic cell subsets during initiation and progression of psoriasis.

Glitzner E, Korosec A, Brunner PM, Drobits B, Amberg N, Schonthaler HB, Kopp T, Wagner EF, Stingl G, Holcmann M, Sibilia M.
EMBO Mol Med. 2014 Sep 12;6(10):1312-27. doi: 10.15252/emmm.201404114.