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[In German:] Internationale Fachtagung zu Gender Medicine in Wien

[In German:] (Wien, 11-11-2010) Die Medizin ist immer noch mehrheitlich männerorientiert und männerdominiert. Das ist eine Tatsache, die die internationale Fachtagung "Gender Medicine - von der Theorie zur Praxis" heute, Donnerstag, deutlich vor Augen führte. Gleichzeitig wurde die Medizin aus geschlechtsspezifischer Sicht beleuchtet.

Rund 150 Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Gesundheitsberufen haben im Wiener Rathaus Vorträge zum State of the Art der Gender Medicine in Deutschland, der Schweiz und Österreich besucht. Die Fachtagung wurde gemeinsam von der Wiener Frauengesundheits-beauftragten Univ. Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger, der Vizerektorin der Medizinischen Universität Wien, Univ. Prof.in Dr.in Karin Gutierrez-Lobos, und Univ. Prof.in Dr.in Alexandra Kautzky-Willer organisiert. Ziel der interdisziplinären Tagung war es, einen Querschnitt von Gender Medicine in Forschung und Praxis darzustellen und durch anschauliche Beispiele zur verdeutlichen. Damit wurde die Brücke von der Forschung zur Gesundheitsversorgung geschlagen.

Im Rahmen der Tagung wurden unter anderem Forschungsergebnisse in der gesundheitlichen Situation und Versorgung von Männern und Frauen im Alter präsentiert. Auch über die Unterschiede bei Suchterkrankungen und deren Behandlung sowie bei Diabetes wurde berichtet. Die Gesundheitsökonomie wurde auf Genderunterschiede durchforstet sowie unterschiedliche Reaktionsweisen von Männern und Frauen auf Medikationen aufgezeigt. Denn viele Medikamente werden immer noch nur an Männern erprobt. Damit ergibt sich ein Ungleichgewicht in Diagnostik und Therapie zu Ungunsten der Frauen. Diese Konferenz gab einen aktuellen Überblick über den Stand der Gender Medicine und führte anschauliche Beispiele für Differenzen bei Frauen und Männern an.