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[in German:] „Inventum 2012“: Silber für Patent der MedUni Wien

[in German:] (Wien, 04-03-2013) Beim „Inventum“-Wettbewerb für das „Patent des Jahres“ gab es Silber für ein gemeinsames Projekt der MedUni Wien mit der Technischen Universität Wien – und zwar für Karlheinz Hilber, Agnes Mike (auf dem Foto von re.) und Xaver König von der Abteilung für Neurophsyiologie und –pharmakologie.

An der MedUni Wien und an der TU Wien (Institut für Angewandte Synthesechemie) wurden Substanzen entwickelt, die die Umwandlung von Vorläuferzellen in Herzmuskelzellen fördern, und dadurch den Erfolg von Zelltherapien am geschädigten Herzen verbessern könnten. Es ist dabei gelungen, die Entwicklung von schlagenden Herzmuskelzellen aus undifferenzierten Zellen zu verstärken.

Die nun patentierten Triazin-Verbindungen konnten im modularen Verfahren synthetisiert und getestet werden, wobei eine Förderung der Differenzierung der Zellen in Richtung Herzmuskelzellen im Mausmodell erreicht wurde. Durch derartige „kardiomyogen“ wirksame Verbindungen könnte die beschränkte Regenerationsfähigkeit des Herzens etwa nach einem Infarkt überwunden werden. Eine verbesserte Zelltherapie würde nicht nur die Lebensqualität der PatientInnen drastisch verbessern, sondern auch die Kosten für das Gesundheitssystem verringern“, sagten die ForscherInnen. 

Neben den Silbergewinnern gibt es noch zwei weitere Meduni Wien-ErfinderInnen, Helga Bergmeister und Günter Weigel (ebenfalls in einer Gemeinschaftserfindung mit der TU Wien) unter den Top 10 gereihten Patenten. „Dies spiegelt nicht nur das immer knappe ‚Duell‘ zwischen den TUs und der MedUni Wien um die meisten Erfindungsmeldungen wider,  sondern zeigt auch, dass in diesem Bereich sehr gut zusammen gearbeitet wird, freut sich Michael Hoschitz, Leiter der Abteilung Technologietransfer an der MedUniWien.
Über den „Inventum“

Der "Inventum" ist "eine Anerkennung für geistige Leistungen, die neue Wege in der technischen Forschung und Entwicklung eröffnen und soll jene Innovatoren vor den Vorhang holen, die ihren Beitrag zum ökonomischen und wissenschaftlichen Fortschritt Österreichs leisten", erklärte der Präsident des Österreichischen Patentamtes, Friedrich Rödler. Jedes Jahr werden über 3.000 Erfindungen beim Österreichischen Patentamt angemeldet.
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Weitere Infos: www.patentamt.at