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[in German:] Jürgen Sandkühler erhält Kardinal-Innitzer-Würdigungspreis

[in German:] (Wien, 23-11-2015) Jürgen Sandkühler, Leiter des Zentrums für Hirnforschung der MedUni Wien, wurde mit dem Kardinal-Innitzer-Preis in der Kategorie Naturwissenschaften ausgezeichnet.

Jürgen Sandkühler hat sich in seiner wissenschaftlichen Laufbahn besonders auf dem Gebiet der Schmerzforschung hervorgetan. So hat er mehrere Publikationen im Top-Journal "Science" sowie Übersichtsarbeiten in "Nature Reviews Neuroscience" und in "Physiological Reviews" veröffentlicht. Als internationaler Spitzenforscher ist er Mitglied in den Editorial Boards von Science und dem ebenfalls international renommierten „Journal of Neuroscience“.

Der Kardinal-Innitzer-Preis

Der Kardinal-Innitzer-Preis ist ein von der Erzdiözese Wien verliehener Wissenschaftspreis. Der Preis ist nach Kardinal Theodor Innitzer benannt. Der Große Preis wird für das "Lebenswerk“ verliehen, die Würdigungspreise in den Kategorien „Geisteswissenschaft“, „Naturwissenschaft“ und „Publizistik“ vergeben. Die jährliche Preisverleihung nimmt der Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, im Rahmen einer feierlichen Vergabesitzung vor.
Zusätzlich vergibt der Kardinal Innitzer Studienfonds Förderungspreise zur Förderung der Wissenschaft. Diese gehen an hervorragende junge österreichische (vornehmlich katholische) WissenschafterInnen. KandidatInnen aus den Bereichen Naturwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften, Biowissenschaften und Medizin, die nicht älter als 40 Jahre sind, können sich um die Förderungspreise bewerben. Die einzelnen Bewerbungen werden durch den Studienfonds, der sich dazu externer Gutachter bedient, und durch das Kuratorium geprüft.

Zur Person
Jürgen Sandkühler ist Professor für Neurophysiologie. Er leitet das Zentrum für Hirnforschung der MedUni Wien und dort die Abteilung für Neurophysiologie. 1957 in Recklinghausen (Deutschland) geboren, promovierte er 1984 mit ”summa cum laude” und habilitierte sich 1988 im Fach Physiologie an der Ruprecht Karls-Universität Heidelberg. Zu den wichtigsten Stationen auf seinem Karriereweg zählen die Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1995-2000) und eine außerplanmäßige Professur (1996-2001) an der Universität Heidelberg. Im Jahre 2001 wurde er zum Universitätsprofessor für Neurophysiologie am Zentrum für Hirnforschung der Universität Wien berufen und zum Leiter der Abteilung für Neurophysiologie ernannt.

Sandkühler war zunächst stellvertretender Leiter und ist seit 2007 Leiter des Zentrums für Hirnforschung. Mit seinem Team untersucht er die neuronalen Ursachen chronischer Schmerzen, Mechanismus-orientierte Methoden der Schmerztherapie sowie Verfahren der Schmerzprävention. Sandkühler genießt national und international ein herausragendes Renommee. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Preise erhalten und ist ein weltweit nachgefragter Redner auf wissenschaftlichen und klinischen Kongressen.

 

» Zentrum für Hirnforschung