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[In German:] Outstanding Abstract Award der American Society of Hematology für Kaan Boztug

[In German:] (Wien, 07-01-2014) Kaan Boztug, Principal Investigator am CeMM Forschungsinstitut für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Assistenzprofessor an der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde der Medizinischen Universität Wien hat auf dem jährlichen Meeting der American Society of Hematology einen „Outstanding Abstract Award“ erhalten. Auf dem Meeting wurde damit die Arbeit als eine von insgesamt sechs Arbeiten von mehr als 4500 eingereichten Abstracts ausgezeichnet.


In seiner Arbeit konnte Professor Boztug eine bisher unbekannte genetische Ursache einer bestimmten Form von Immundefekt mit einem Fehlen einer bestimmten Art von weißen Blutkörperchen (sogenannte „neutrophile Granulozyten“) aufdecken. In seinen funktionellen Analysen konnte er den zugrundeliegenden Mechanismus analysieren und damit neue Einblicke in die Homöostase von neutrophilen Granulozyten gewinnen.


Der Fokus von Kaan Boztug liegt auf der Erforschung von „seltenen Erkrankungen“. In seinen vergangenenArbeiten konnte er bereits die genetische Ursache mehrerer bis dato unbekannter seltener Erkrankungen des Blutes und des Immunsystems aufklären. Studien von Kaan Boztug wurden vonrenommierten Journals wie „Blood“ oder dem „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht. Zielsetzung der Forschungsarbeit von Kaan Boztug, die er seit 2011 am CeMM und der Medizinischen Universität Wien durchführt, ist es, seltene Erkrankungen besser zu diagnostizieren, die molekularen Grundlagen und Abläufe zu verstehen und langfristig bessere Therapiemöglichkeiten für die betroffenen Patienten zu entwickeln.


Zur Person
Kaan Boztug hat das Studium der Medizin an den Universitäten Düsseldorf, Freiburg und London mit Auszeichnung absolviert und sich 2010 an der Medizinischen Hochschule Hannover habilitiert. Seit 2011 leitet er eine Forschungsgruppe am CeMM und ist als Assistenzprofessor an der an der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde der Medizinischen Universität Wien tätig. Kaan Boztug wurde unter anderem mit dem Ludwig-Heilmeyer-Preis der Universität Freiburg i. Br. und dem Kind-Philipp-Preis für Leukämieforschung ausgezeichnet. Im Jahr 2011 erhielt er den Eva Luise und Hörst Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen sowie den Paul-Martini-Preis. 2012 wurde er zudem mit dem hoch dotierten START-Preis des Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung (FWF) und einem „Starting Grant“ des European Research Council (ERC) ausgezeichnet.