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[in German:] Posterpreis für Andreas Fichtenbaum von der Klinischen Abteilung für medizinisch-chemische Labordiagnostik

[in German:] (Wien, 24-06-2014) Andreas Fichtenbaum von der Klinischen Abteilung für medizinisch-chemische Labordiagnostik der MedUni Wien (Forschungsgruppe Mitulović) im AKH Wien wurde beim Monolith Summer Symposium im slowenischen Portorož für die beste Posterpräsentation ausgezeichnet. Der PhD-Studierende der MedUni Wien überzeugte mit seiner Präsentation einer Studie über Anreicherungsmethoden für Phosphorpeptide.

Die Phosphorylierung von Peptiden ist eine der wichtigsten posttranslationalen Modifikationen (PTM), die am Anfang  einer Signalingkaskade steht und wichtig ist für Zellwachstum oder Zelltod. Eine genaue Identifizierung der phosphorylierten Stelle am Peptid und damit am Protein ist eine wichtige Voraussetzung für das Verstehen vieler Prozesse in der Zelle. Da phosphorylierte Proteine im Vergleich zu den nichtmodifizierten Proteinen in nur kleinen Mengen vertreten sind, ist eine Anreicherung vor der Analyse unbedingt notwendig.

Unter vielen Methoden, die bis jetzt für eine Anreicherung und Trennung der Phosphopeptide entwickelt wurden, sind Metal-Oxide-Chromatography (MOC) und Electrostatic Repulsion Liquid Chromatography die zwei analytischen Anreicherungsmethoden mit dem meisten Potenzial.

Im Rahmen des EU-Projekts „Prot-HiSPRA“ wurden an der MedUni Wien in Zusammenarbeit mit der Universität Debrecen (Ungarn) und BIA Separations aus Slowenien neue stationäre Phasen und Anreicherungsmethoden für Phosphopeptide entwickelt.

Nano TiO2 Partikel wurden auf der Oberfläche monolithischer Trennsäulen immobilisiert und zur Anreicherung phopshorylierter Peptide verwendet. Dadurch wird die Wirkungsoberfläche der Säule vervielfacht, die Bindungskapazität steigt und ermöglicht es, im Vergleich zur klassischen Anreicherung mit partikulären  TiO2, eine vielfache Menge an phosphorylierten Peptiden zu binden.

Die innovative Kombination wurde beim Monolith Summer Symposium in Portorož, Slowenien, als Poster vorgestellt und als beste Präsentation prämiert.


Zur Person
Andreas Fichtenbaum machte seinen Master in „Biomedical Sciences“ an der Fachhochschule FH Campus Wien und arbeitet seit 2011 als PHD-Student an der Klinischen Abteilung für medizinisch-chemische Labordiagnostik der MedUni Wien im AKH Wien. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Optimierung chromatographischer Methoden (Hydrophilic Interaction Liquid Chromatography - HILIC, ERLIC, MOC) mit dem Ziel, auch Proteine, die in substöchiometrischen Mengen in komplexen biologischen Proben (zum Beispiel Plasma, Serum, Secretom in Zellmedium, Zell-Lysate) vorkommen, zu identifizieren.


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