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[in German:] Reine Hände retten Leben: Händehygiene-Staffel der MedUni Wien und des AKH Wien

[in German:] (Wien, 06-05-2016) Der 5. Mai ist jedes Jahr der von der Weltgesundheitsorganisation ins Leben gerufene Hände-Hygiene-Tag. Um die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Meduni Wien und AKH Wien zu stärken, hat die Universitätsklinik für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle der MedUni Wien deshalb zu einer „Händehygiene-Staffel“ nach WHO-Vorbild im AKH Wien aufgerufen.

Als Vorbilder kamen Pflegekräfte von verschiedenen Stationen, Hebammen, medizinischtechnische AnalytikerInnen, Radiotechnische AssistentInnen, MitarbeiterInnen der Zentralsterilsation, Küche und der Reinigung, aber auch Führungskräfte wie die Ärztliche Direktorin des AKH Wien, Gabriela Kornek, die Pflegedirektorin des AKH Wien, Sabine Wolf, AKH-Direktor Herwig Wetzlinger, der Technische AKH-Direktor Siegfried Gierlinger sowie Klaus Markstaller und Michael Hiesmayr (Anästhesie), Michael Gnant (Chirurgie), Stefan Hajdu (Unfallchirurgie) und Angelika Berger (Neonatologie), um gemeinsam mit den Hygieneteam eine Händehygiene-Staffel mit Händehygiene und Weitergabe von Desinfektionsmittel in der angemessenen Zeit (20 Sekunden pro Desinfektion) zu machen. Ein Film zur Demonstration der richtigen Technik wird auch die gemeinsame Aktion zeigen und in Kürze veröffentlicht. 

Händedesinfektion wirkt nachhaltig
Händehygiene ist die einfachste und effektivste Maßnahme um die Übertragung von Krankheitserregern und somit auch das Auftreten von Infektionen in Gesundheitseinrichtungen zu verhindern. Internationale Studien zeigen, dass bei Anstieg der Händedesinfektionsrate von 48 Prozent auf 66 Prozent eine Reduktion der Infektionen  von 17 auf 10 Prozent folgt.

„Schon der in Wien tätige Arzt Ignaz Semmelweis hat bereits vor 170 Jahren Kindbettfieber aufgrund  mangelnder Händehygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurückgeführt und durch Händedesinfektion drastisch reduziert. Er erlangte damit weltweite Anerkennung. In dieser Tradition stehen auch die Meduni Wien und das AKH Wien. Hygienemaßnahmen und Hygienerichtlinien werden nicht nur laufend überprüft, sondern auch an die moderne Spitzenmedizin und -pflege angepasst“, sagte Elisabeth Presterl, Leiterin der Universitätsklinik für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle.

Mit der Teilnahme an dem weltweiten WHO-Aktionstag verpflichten sich die KAV-Häuser auch, bestimmte Maßnahmen umzusetzen. Das sind unter anderem:

• Einführung des WHO Modells „5 Indikationen der Händedesinfektion“
• Mindestens eine Fortbildung pro Jahr rund um das Thema Händedesinfektion für alle MitarbeiterInnen
• Unmittelbare Verfügbarkeit von Händedesinfektionsmitteln bei den PatientInnen
• Messung der Umsetzung bzw. Durchführung der Händedesinfektion indirekt durch Erhebung des Verbrauchs von Händedesinfektionsmittel und direkt mittels Beobachtung