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[In German:] Stadträtin Wehsely eröffnet neue Hightech-Laborstraße am AKH Wien

[in German:] (Wien, 29-08-2013) Bluttests, Urintests und vieles mehr: Das Fachpersonal am Klinischen Institut für Labormedizin des AKH Wien arbeitet unter Hochdruck daran, PatientInnenbefunde möglichst schnell zu erstellen. Eine neue, hochmoderne Laborstraße unterstützt sie jetzt dabei. Die automatisierte Anlage bearbeitet bis zu 7.600 Proben pro Tag und ist damit eine der größten weltweit. Darüber hinaus ist sie besonders effektiv, weil viele Analysen parallel laufen. „Die neue, hochmoderne Laborstraße ist ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche, wirtschaftliche und zukunftssichere gemeinsame Investition von AKH und MedUni Wien zum Nutzen der PatientInnen“, erklärte  Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely bei der heutigen Besichtigung. 

Durchlauf in drei Phasen
So werden durch die Laborstraße an einem beispielhaften Tag aus 7.300 Röhrchen 44.500 Analyseresultate gewonnen. Der automatisierte Ablauf erfolgt in drei Phasen. In der Probenvorbereitung werden die mit einem Barcode versehenen Röhrchen identifiziert, dokumentiert, geöffnet und bei Bedarf zentrifugiert. Außerdem werden Teile der Probe gegebenenfalls in so genannte Sekundärröhrchen umgefüllt. In der Analyse-Phase finden auf Basis des breiten Testportfolios bis zu 170 klinische und immunologische Tests statt. Die Lagerung schließlich erfolgt in einem Kühlschrank mit Roboterarm. Dort werden die Proben archiviert und können für weitere Untersuchungen automatisch wieder zur Verfügung gestellt werden.

„Die Zusammenführung der Tests auf einer Laborstraße und der –  dank modernster Technik – geringe Bedarf an Probenmaterial erlaubt es uns, viele Test aus einer einzigen Probe durchzuführen,“ erklärt der Leiter des Klinischen Instituts für Labormedizin Oswald Wagner.

Schneller zu präzisen Ergebnissen bei geringeren Kosten
Die resultierenden Bearbeitungszeiten sind bei einem derart großen Probenaufkommen, wie es das AKH Wien hat, beachtlich: Von der Registrierung der Probe im Labor bis zur Bereitstellung der Ergebnisse für die technische und medizinische Freigabe dauert es bei Notfallproben im Durchschnitt 34 Minuten, bei Eilproben 45 Minuten und bei Routineproben 85 Minuten. Für die Projektkoordinierung war Georg Männer, Klinisches Institut für Labormedizin, zuständig: „Das Vorhaben war nicht zuletzt auf Grund seiner Größe eine besondere Herausforderung. V

on der  Raumplanung bis zur Aufstellung der Geräte verlief aber alles nach Plan und konnte ohne wesentliche Verzögerungen fertiggestellt werden.“ Der Umbau des Core Labors kostete 5,9 Mio. € Durch die neue Laborstraße und den verminderten Reagenzmittelverbrauch ergeben sich Kosteneinsparungen von rund 700.000 Euro jährlich.

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