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[in German:] Uni Heidelberg zeichnet Birgit-Hladschik-Kermer aus

[in German:] (Wien, 30-05-2014) Birgit Hladschik-Kermer vom Institut für  Medizinische Psychologie, Zentrum für Public Health an der MedUni Wien, hat den Studiengang „Master of Medical Education“ in Heidelberg an der dortigen Medizinischen Fakultät abgeschlossen. Dort wurde ihre Abschlussarbeit als beste Masterarbeit des Jahres ausgezeichnet.

Die Psychologin Birgit Hladschik-Kermer verfasste ihre Arbeit mit dem Titel "Kriteriumsbezogene Evaluation eines Kommunikationscurriculums im sechsten Semester des Studiums der Humanmedizin in Wien - Erfassung der Einstellung gegenüber dem Erwerb kommunikativer Fertigkeiten sowie deren Veränderung durch den Unterricht in Abhängigkeit modulierender Faktoren auf Dozenten- und Studierendenseite".

Mit der Beurteilung als beste Masterarbeit verbunden, erhält die Medizinische Universität Wien ein Stipendium in Höhe von 18.000 € zugesprochen.

Kommunikative Kompetenzen entwickeln
Im Rahmen des Medizinstudiums werden an der MedUni Wien auch kommunikative Kompetenzen unterrichtet. Dabei trainieren die Studierenden im Rollenspiel mit geschulten SchauspielpatientInnen Gesprächssituationen von der Anamnese bis zu schwierigen Situationen wie die Vermittlung schlechter Nachrichten. Die Leistungsüberprüfung findet im Rahmen von praktischen Prüfungen (Famulaturpropädeutikum, OSCE) am Ende des vierten und am Ende des achten Semesters statt. Zentrales didaktisches Element des Unterrichtes ist ein strukturiertes Feedback, das die Studierenden nach ihrer Performance von den SchauspielpatientInnen (aus Patientensicht), den StudienkollegInnen (Peers) und von den  LehrveranstaltungsleiterInnen erhalten.

In Ihrer Studie ging Hladschik-Kermer der Frage nach, ob die Studierenden die Lernziele mit der oben beschriebenen Methode erreichen können. Diese Frage konnte signifikant mit „ja“ beantwortet werden. Dabei scheint es unerheblich, ob die Studierenden von ÄrztInnen oder PsychologInnen unterrichtet wurden, noch welchen soziokulturellen Hintergrund die Studierenden haben. Jedoch hat die Qualität des Feedbacks, vor allem jenes der Peers, signifikanten Einfluss auf den wahrgenommenen Lernerfolg und die Einstellung gegenüber dem Erwerb kommunikativer Kompetenzen. Die Förderung der Feedbackkompetenz der Studierenden zählt zu den Aufgaben der DozentInnen, die dafür noch mehr als bisher sensibilisiert und trainiert werden sollten.

Zur Person
Mag. Dr. Birgit Hladschik-Kermer, MME (Heidelberg) ist Medizinpsychologin, klinische und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin und Supervisorin. Sie hat ihre universitäre Laufbahn an der Universitätsklinik für Innere Medizin I als Psychoonkologin begonnen und besetzt eine halbe Stelle am Institut für medizinische Psychologie am Zentrum für Public Health. Sie koordiniert das Kommunikationscurriculum im sechsten Semester (ÄGF B) und hat in dieser Funktion den Unterricht mit SchauspielpatientInnen  etabliert. Darüber hinaus ist sie in diversen Abschnitten des Studiums als Lehrende, Inhalts-  und Prüfungsverantwortliche tätig. Gemeinsam mit Oskar Frischenschlager hat sie 2013 das Lehrbuch „Gesprächsführung in der Medizin“ herausgegeben.

Birgit Hladschik-Kermer leitet den Fortbildungslehrgang „Kommunikative Kompetenzen an der MedUniWien lehren“ und koordiniert die Arbeitsgruppe „longitudinales Kommunikationscurriculum“. Darüber hinaus ist sie Dozentin beim Masterstudienlehrgang MME an der Universität Heidelberg, Referentin beim Masterstudienlehrgang Palliativ Care der PMU Salzburg und bei zahlreichen andern postgraduellen Fortbildungscurricula.