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[in German:] Vorzeitige Menopause erhöht Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

[in German:] (Wien, 21-11-2013) Das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden, steigt mit vorzeitiger Menopause und der Diagnose eines Polzystischen Ovarialsyndroms (PCO). Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass immer mehr junge Frauen davon betroffen sind, hieß es am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien mit ExpertInnen der MedUni Wien. Präventionsmaßnahmen und ein gesunder Lebensstil würden die Gefahr deutlich senken.

Kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall sind die Haupt-Todesursache bei Frauen, informierte die Initiative Zonta Golden Heart in Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien. Besonders junge Frauen ohne klassische Beschwerdesymptomatik seien sich ihres Risikos kaum bewusst.

"Junge Frauen sind besonders dann gefährdet, wenn sie an vorzeitiger Menopause, Prä-Eklampsie - erhöhtem Blutdruck und Eiweiß im Urin während der Schwangerschaft - oder dem Polyzystischen Ovarialsyndrom (PCO) leiden. Weitere Faktoren wie Übergewicht, Schwangerschaftsdiabetes und erhöhte Insulinresistenz erhöhen das Risiko zusätzlich", berichtete Jeanette Strametz-Juranek, Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie an der Medizinischen Universität Wien und Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates von Zonta Golden Heart.

Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen erwerben Frauen teilweise bereits in jungen Jahren, informierte Edith Schratzberger-Vecsei, Ärztin für Allgemeinmedizin und Präsidentin der Organisation der Ärztinnen Österreichs. "Neben dem Rauchen können vor allem Stress, Burn-out und Ängste die Herzgesundheit massiv gefährden."

Gezielte Prävention könne sechs von zehn kardiovaskuläre Todesfälle verhindern. Neueste Studien belegen insbesondere die Wirksamkeit von regelmäßiger moderater Bewegung, schilderte Strametz-Juranek: "Drei bis fünf Mal pro Woche für mindestens 30 Minuten Bewegung zu machen, kann das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden, massiv verringern. Zusätzlich sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet und der Salzkonsum reduziert werden." Weitere Präventionsmaßnahmen sind der Verzicht auf Nikotin sowie der regelmäßige Gang zur Vorsorgeuntersuchung.