Skip to main content Deutsch

Kooperation zur biomechanischen Analyse von Geweben und Biomaterialien

Humanbasierte Biomaterialien sollen künftig noch gezielter an die Eigenschaften natürlicher Organe angepasst werden können
All News
Sorry, this content is only available in German!
Copyright (c) 2023 Svitlana Hulko/Shutterstock

(Wien, 31-07-2026) Das Zentrum für Biomedizinische Forschung und Translationale Chirurgie der MedUni Wien und die NETZSCH-Gerätebau GmbH starten eine Kooperation im Bereich Life Sciences. Ziel ist es, neue Methoden zur biomechanischen Charakterisierung von Biomaterialien und biologischen Geweben zu entwickeln.

Zum Einsatz kommt ein hochpräzises dynamisch-mechanisches Analysegerät, mit dem unter anderem Hydrogelen und Biotinten aus humanem Spendermaterial sowie Gewebeproben verschiedener Organe untersucht werden. Im Mittelpunkt stehen Eigenschaften wie Elastizität, Steifigkeit, Viskoelastizität, Dämpfungsverhalten und strukturelle Integrität.

Veränderungen der Gewebemechanik können mit Erkrankungen, Alterungsprozessen oder regenerativen Vorgängen zusammenhängen. Die geplanten Analysen sollen daher neue Erkenntnisse für die Grundlagenforschung sowie für diagnostische und therapeutische Ansätze liefern. Gleichzeitig sollen humanbasierte Biomaterialien künftig noch gezielter an die Eigenschaften natürlicher Organe angepasst werden können.

„Die Kooperation erlaubt uns, modernste Materialcharakterisierung auf biologische Fragestellungen anzuwenden und die mechanischen Eigenschaften unterschiedlicher Gewebe besser zu verstehen“, erklärt Karl Schneider von der MedUni Wien. „Die gewonnenen Daten sind insbesondere für die translationale Forschung und den 3D-Biodruck von großer Bedeutung.“

Untersucht werden unter anderem Proben von Herz, Lunge, Leber, Niere und Muskel. Standardisierte Messprotokolle sollen belastbare Referenzdaten für präklinische Studien, biomimetische Materialien und neue medizinische Technologien schaffen.