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Kinder-OP-Zentrum von AKH Wien und MedUni Wien voll ausgebaut

Erster Meilenstein des neuen Eltern-Kind-Zentrums erreicht
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(v.l.n.r.:) Thomas Benkö (stv. Leiter der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie), Herwig Wetzlinger (Direktor des AKH Wien), Stadtrat Peter Hacker, Rektor Markus Müller und Manuel Kristler (stv. Pflegedirektor AKH Wien) bei einer Besichtigung des neuen Kinder-OP-Zentrums

(Wien, 11-06-2021) Am gemeinsamen Standort von AKH Wien und MedUni Wien wird die Versorgung, Behandlung und Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Schwangeren im Großraum Wien durch das neue Eltern-Kind-Zentrum vorangetrieben. Mit dem erfolgreichen vollen Ausbau des Kinder-OP-Zentrums wurde nun der erste Meilenstein für die Etablierung des Eltern-Kind-Zentrums erreicht. In den nächsten Wochen wird in den neuen Bereichen des Kinder-OP-Zentrums stufenweise der Betrieb aufgenommen. Unter dem Motto „SpezialistInnen kommen zum Kind“ werden chirurgische Leistungen für Kinder und Jugendliche sowie die Vor- und Nachbetreuung der jungen PatientInnen weitestgehend unter einem Dach zusammengeführt.

In der ersten Phase des Kinder-OP-Zentrums standen bereits zwei Operationssäle für die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie sowie ein Bereich für endoskopische Eingriffe zur Verfügung. Durch den Vollausbau konnten die Kapazitäten verdoppelt werden: Insgesamt vier hochmoderne OP-Säle stehen nun für ein breiteres Spektrum zur Verfügung. Künftig werden im Kinder-OP-Zentrum sowohl kinderchirurgische als auch herzchirurgische, neurochirurgische und urologische Eingriffe durchgeführt. Bei freien Valenzen können zusätzliche chirurgische Fächer Operationen für Kinder und Jugendliche durchführen. Das Kinder-OP-Zentrum wird eine umfassende chirurgische, kindgerechte Versorgung bieten.

Eigene Normalpflegestationen und Intensivstation
Auch die prä- und postoperative Betreuung von Kindern und Jugendlichen ist im Kinder-OP-Zentrum vereint. Zusätzlich zur bereits bestehenden Normalpflegestation der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie mit 21 Betten stehen durch den Vollausbau eine gemeinsame Kinderbelegstation der chirurgischen Fächer mit 15 Betten und einer zusätzlichen Reserveoption sowie eine neue Intensivstation der Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie mit einer Kapazität für 7 Intensiv-Betten und 5 Intermediate Care-Betten zur Verfügung. Für jedes Kinderbett ist auch ein Erwachsenenbett vorhanden, sodass die jungen PatientInnen während ihres Krankenhausaufenthaltes begleitet werden können. Für Aufklärungsgespräche wurde ein neuer Raum außerhalb der OP-Zone eingerichtet, wo in einem ruhigen, abgeschiedenen Bereich die Gespräche mit den PatientInnen und ihren Begleitpersonen geführt werden können.

Zusätzlich zur operativen und pflegerischen Versorgung ist mit der Kinderradiologie auch ein wichtiger diagnostischer Bereich für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen im Kinder-OP-Zentrum vereint.
 
Die Kosten für den Vollausbau in Höhe von 18,4 Mio. Euro werden aus dem Investitionsvolumen des Rahmenbauvertrages von Stadt Wien und Bund finanziert.

Neues Eltern-Kind-Zentrum: Kurze Wege und neue Infrastruktur
Mit dem Vollausbau der Kinder-OP-Zentrums wurde der erste Meilenstein des Eltern-Kind-Zentrums erreicht. Unter dem Motto „alle Bereiche der Kindermedizin unter einem Dach“ wird das Eltern-Kind-Zentrum die Geburtshilfe und Neonatologie, die Pädiatrie sowie alle operativen Eingriffe bei Kindern und Jugendliche in einer betrieblichen Gesamtheit vereinen. Räumlich werden dafür sowohl bestehende Gebäudeteile genutzt als auch ein Gebäude, der Bauteil 62 südlich des Haupthauses, neu errichtet. Im Altbau war hier die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie untergebracht, die im Oktober 2020 den erweiterten und innovativ ausgestatteten Gebäudeteil 31.1 bezogen hat.

Die Etablierung des Eltern-Kind-Zentrums zählt zu den zentralen Projekten des Rahmenbauvertrages, der 2016 zwischen Bund und Stadt Wien abgeschlossen wurde und umfassende Modernisierungen am gemeinsamen Standort von AKH Wien und MedUni Wien bis 2030 vorsieht.

Peter Hacker, Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport
„Wenn die Kleinsten in der Gesellschaft eine Operation brauchen, sind möglichst kurze Behandlungswege besonders wichtig. Das voll ausgebaute Kinder-OP-Zentrum vereint weitestgehend alle operativen Leistungen für Kinder und Jugendliche und die Vor- und Nachbetreuung unter einem Dach. Damit ist der erste wichtige Meilenstein für die erfolgreiche Etablierung des Eltern-Kind-Zentrums erreicht.“

Herwig Wetzlinger, Direktor des AKH Wien
„Das AKH Wien und die MedUni Wien stellen ein international anerkanntes Zentrum für die Versorgung, Behandlung und Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Schwangeren in Österreich dar. Mit der Realisierung des Eltern-Kind-Zentrums setzen wir an unserem Standort neue Maßstäbe für die integrierte Versorgung für Kinder und Jugendliche.“

Markus Müller, Rektor der MedUni Wien
„Im Zuge des Aufbaus des Eltern-Kind-Zentrums werden moderne Forschungskonzepte für die pädiatrischen Fächer sowie patientennahe Forschungs- und Laborbereiche realisiert. Damit forcieren wir unseren Auftrag der PatientInnenversorgung, der Forschung und der Lehre für werdende Eltern, Kinder und Jugendliche.“