Skip to main content

Detailsite

[in German:] European Immunization Week widmet sich dem Kampf gegen die Impfmüdigkeit

[in German:] Die Europäische Impfwoche 2014 (21. April bis 25. April 2014) feiert den Impfschutz über das ganze Leben hinweg, vom Säuglingsalter bis ins hohe Alter. Das Ziel ist ein umfassender Schutz über den ganzen Lebenslauf hinweg. Das gelingt, wenn Menschen zu Auffrischungsimpfungen gehen und wenn hartnäckige Durchimpfungslücken geschlossen werden. Vor allem MitarbeiterInnen im Gesundheitswesen sind als exponierte Risikogruppe aufgerufen, sich und ihre Umgebung mit Immunisierungen vor gefährlichen Infektionskrankheiten zu schützen.


In der Bevölkerung herrscht eine gewisse Impfskepsis. Die Gefahren der seltener werdenden Infektionserkrankungen sind aufgrund der Immunisierungserfolge der letzten Jahrzehnte vielen nicht mehr bewusst und stellen keine akute Bedrohung dar, während rare Komplikationen verstärkt an die Öffentlichkeit transportiert werden. Viele Menschen lehnen Impfungen aus weltanschaulichen oder religiösen Gründen ab oder haben geringes Vertrauen in die Ärzteschaft. Sie sehen die Werbung für Impfungen eher als Marketinginstrument der pharmazeutischen Industrie an denn als klare Information über den individuellen Nutzen einer akzeptierten Präventivmaßnahme. Besonders betroffen von der Impfskepsis ist die Gruppe der Kinder und Jugendlichen. Bei diesen Altersgruppen bestehen große Impflücken, die auch im Erwachsenenalter nicht immer geschlossen werden.
Gerade beratende ÄrztInnen haben eine moralische Verpflichtung, den Nutzen einer Impfung hervorzuheben und darüber aufzuklären. „Hier geht es auch nicht um die persönliche, individuelle und subjektive Ansicht des einzelnen oder um seine Weltanschauung, sondern um eine objektive und umfassende, dem akzeptierten Stand der Wissenschaft entsprechende Information“, sagt Ursula Wiedermann, Professorin für Vakzinologie an der MedUniWien.

 

Risikogruppe Health Care Workers
Auch MitarbeiterInnen im Gesundheitswesen (Health Care Workers) müssen sich schützen, weil sie regelmäßig in Kontakt mit infektiösen Patienten/infektiösem Material kommen. Für diese Personenkreise ist es besonders wichtig, eine entsprechende Immunität zu besitzen, da sie einerseits eine erhöhte Infektionsgefährdung haben und andererseits auch in erhöhtem Maße die Infektion weitergeben können. Hier geht es um den Schutz der betreuten PatientInnen vor durch Impfung vermeidbare Infektionskrankheiten. Dies besonders für nicht immunkompetente PatientInnen, bei denen Infektionen einen schwereren und mitunter tödlichen Verlauf nehmen können. Wiedermann weiter: „Es ist für uns selbstverständlich, dass kein Mensch einen anderen Menschen fahrlässig mit einer Krankheit infizieren soll, dies ist eine moralische zwischenmenschliche Verpflichtung. Umso mehr gilt für HCW, den ihnen anvertrauten Patienten oder Heimbewohnern keinen Schaden zuzufügen“. Letztlich beruhen auch alle Hygienemaßnahmen auf dieser Erkenntnis. Um eine Übersicht und Empfehlungen über die nötigen Impfungen im Gesundheitsbereich entsprechend der jeweiligen Risikobereiche bieten zu können, wurde erst kürzlich vom Institut für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin gemeinsam mit den Mitgliedern des Nationalen Impfgremiums unter Leitung von Ursula Wiedermann Impfempfehlungen für das Gesundheitspersonal als Erweiterung des österreichischen Impfplans verfasst.

 

Impfservice für MitarbeiterInnen der MedUni Wien
Die MedUni Wien bietet ihren MitarbeiterInnen ein umfassendes Impfservice an, das vom Institut für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin (Kinderspitalgasse 15, 1090 Wien) durchgeführt wird. „Die Medizinische Universität Wien nimmt ihre Verantwortung wahr und bietet ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen einen umfassenden Impfschutz, zu ihrem eigenen und zum Schutz der Patienten und Patientinnen und ihrer Angehörigen“, erklärt Rektor Wolfgang Schütz, „der Gedanke der Vorbeugung kann nicht wichtig genug genommen werden. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hier an der MedUni Wien profitieren dabei von bestem Know-how und aktuellsten Impfstoffen. Und sie geben auf diese Weise ein öffentliches Statement für Impfungen ab. “ 

Wogegen impfen?
Laut den erweiternden Empfehlungen zum österreichischen Impfplan gelten grundsätzlich für Gesundheitspersonal (HCW) die gleichen Basis-Impfempfehlungen wie für alle anderen Erwachsenen. Dies um¬fasst zunächst den routinemäßigen Schutz vor Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Polio, Masern, Mumps, Röteln und Varizellen. Für jegliche HCW wichtig ist darüber hinaus der Schutz vor Hepatitis A und B sowie die jährliche Influenzaimpfung. Ein zu¬sätzlicher Schutz vor Meningokokken und Pneumokokken wird laut dem Österreichischen Impfplan bei beson¬derer Exposition an Versorgungseinrichtungen für Pädiatrie und/oder Infektionskrankheiten und für Laborpersonal empfohlen.

Link: Impfservice für MitarbeiterInnen der MedUni Wien

Link: European Immunization Week