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Studierende

Gesetzliche Vorgaben

Die Diplomarbeit im Studium Humanmedizin

Gesetzliche Vorgaben für die Themenwahl

Während Sie das Thema Ihrer Diplomarbeit frei wählen dürfen und sollen, müssen Sie dennoch einige wichtige gesetzliche Vorgaben beachten. Dazu zählen:

  • Sie haben das Recht ein Thema vorzuschlagen oder aber aus einer Reihe von Vorschlägen Ihres/Ihrer Betreuers/in zu wählen. (§59(1) UG2002)
  • Das Thema ist selbstverständlich aus einem medizinischen Fachgebiet zu entnehmen. (Satzung der Medizinischen Universität §17(4))
  • Ein Thema kann auch von mehreren Studierenden bearbeitet werden, wenn die Leistung der einzelnen Mitwirkenden auch beurteilbar ist. (Satzung der Medizinischen Universität §17(4))
  • Studierende haben grundsätzlich das Recht sich eine Betreuerin bzw. einen Betreuer auszusuchen. (Satzung der Medizinischen Universität §17(6))

Gesetzliche Vorgaben zur Betreuung

Alle Angehörigen der Medizinischen Universität Wien (§ 94 Abs. 1 UG 2002) mit einer Lehrbefugnis (venia docendi) oder einer gleichzuhaltenden Qualifikation sind berechtigt, aus dem Fach ihrer Lehrbefugnis Diplomarbeiten zu betreuen und zu beurteilen. (Satzung der Medizinischen Universität §17(2)).

Der/die CurriculumdirektorIn ist darüber hinaus berechtigt, bei Bedarf wissenschaftliche Mitarbeiter im Forschungs- und Lehrbetrieb (§ 94 Abs. 2 Z 2 UG 2002) mit absolviertem Doktoratsstudium mit der Betreuung und Beurteilung von Diplomarbeiten aus dem Fach ihrer Dissertation oder ihres nach der Verleihung des Doktorgrades bearbeiteten Forschungsgebietes zu betrauen. (Satzung der Medizinischen Universität §17(3)).

Gesetzliche Vorgabe zur Anmeldung der Diplomarbeit

Der/die Studierende hat das Thema und den/die BetreuerIn der Diplomarbeit dem/der CurriculumdirektorIn vor Beginn der Bearbeitung schriftlich bekannt zu geben. (Satzung der Medizinischen Universität §17(7)).

Voraussetzung für die Anmeldung der Diplomarbeit ist der positive Abschluss der Projektstudie in Block 24(SSM3).

Das Thema und der/die BetreuerIn gelten als angenommen, wenn der/die CurriculumdirektorIn diese innerhalb eines Monats nach Einlangen der Meldung gemäß Abs. 7 nicht bescheidmäßig untersagt. Bis zur Einreichung der Diplomarbeit (Abs. 11) kann der/die CurriculumdirektorIn in besonders begründeten Fällen auf Antrag der/des Studierenden und nach Anhörung der Betreuerin des Betreuers einen Wechsel der Betreuerin/des Betreuers zulassen. (Satzung der Medizinischen Universität §17(8))

Gesetzliche Vorgabe zur Durchführung

  • Die Aufgabenstellung der Diplomarbeit ist so zu wählen, dass für eine/n Studierende/n die Bearbeitung innerhalb von sechs Monaten möglich und zumutbar ist. (Satzung der Medizinischen Universität §17(5)).
  • Bei der Bearbeitung des Themas und der Betreuung der/des Studierenden sind die Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes, BGBl. Nr. 111/1936, in der jeweils geltenden Fassung, zu beachten. (Satzung der Medizinischen Universität §17(9)).
  • Der/die Studierende hat sich im Rahmen der Diplomarbeit mit der internationalen Fachliteratur auseinanderzusetzen und zur Fragestellung mit Unterstützung der Betreuerin /des Betreuers adäquate Methoden anzuwenden und auszuwählen. Die Diplomarbeit kann wahlweise in Deutsch oder Englisch verfasst werden, mit einem Abstract in Deutsch und Englisch. (Satzung der Medizinischen Universität §17(10)).
  • Die/Der Studierende hat bei Erstellung der Diplomarbeit die Richtlinien der Medizinischen Universität Wien "Good Scientific Practice - Ethik in Wissenschaften und Forschung" zu beachten. (Satzung der Medizinischen Universität §17(10)).

Gesetzliche Vorgabe zur Einreichung

Die abgeschlossene Diplomarbeit ist bei der/beim CurriculumdirektorIn zur Beurteilung einzureichen. (Satzung der Medizinischen Universität §17(11)).

Gesetzliche Vorgaben zur Beurteilung

Der/die CurriculumdirektorIn hat die/den BetreuerIn unverzüglich mit der Begutachtung und Beurteilung der Diplomarbeit zu beauftragen. Die Betreuerin/der Betreuer hat die Diplomarbeit innerhalb von längstens sechs Wochen ab der Einreichung zu begutachten und zu beurteilen.
Wird die Diplomarbeit nicht fristgerecht begutachtet und beurteilt, hat der/die CurriculumdirektorIn die Diplomarbeit auf Antrag der/des Studierenden einem anderen Universitätsangehörigen gemäß Abs. 2 oder 3 zur Begutachtung und Beurteilung zuzuweisen. (Satzung der Medizinischen Universität §17(11)).

Im Falle einer negativen Beurteilung kann der/die CurriculumdirektorIn auf Antrag der/des Studierenden einen oder mehrere weitere(n) GutachterInnen bestellen. Gelangen die GutachterInnen zu unterschiedlichen Beurteilungen, sind die vorgeschlagenen Beurteilungen zu addieren, das Ergebnis der Addition durch die Anzahl der GutachterInnen zu dividieren und das Ergebnis auf eine ganzzahlige Beurteilung zu runden. Dabei ist bei einem Ergebnis, das größer als .,5 ist,  aufzurunden. (Satzung der Medizinischen Universität §17(12)).

Gesetzliche Vorgabe zur Diplomprüfung

Der zweite Teil der dritten Diplomprüfung umfasst eine mündich kommissionelle Prüfung  aus dem wissenschaftlichen Fachgebiet, dem das Thema der Diplomarbeit zuzuordnen ist, wobei die Betreuerin oder der Betreuer der Diplomarbeit, eine Vertreterin oder ein Vertreter aus einem nicht-klinischen Fach und eine Vertreterin oder ein Vertreter aus einem klinischen Fach (nach Möglichkeit) als Prüferinnen bzw. Prüfer zu bestellen sind. Voraussetzung für die Zulassung zum zweiten Teil der dritten Diplomprüfung ist die positive Beurteilung der Diplomarbeit. (Curriculum, Novelle 2005)