(Wien, 17-06-2026) Die Israelitische Kultusgemeinde Wien hat Markus Müller, Rektor der Medizinischen Universität Wien, mit der Marietta-und-Friedrich-Torberg-Medaille 2026 ausgezeichnet. Gewürdigt wurde damit sein Engagement gegen Antisemitismus, für ein würdiges Gedenken an die Schoa und für die Aufarbeitung der NS-Verbrechen an der MedUni Wien.
Die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) hat am Dienstagabend bei einem Festakt in Wien ihre höchste Auszeichnung verliehen. Neben Rektor Markus Müller wurden auch der Schauspieler Cornelius Obonya und der Psychologe und Autor Ahmad Mansour mit der Marietta-und-Friedrich-Torberg-Medaille 2026 ausgezeichnet.
IKG-Präsident Oskar Deutsch bezeichnete Müller beim Festakt als „Vorreiter und Verbündeten im Kampf gegen jede Form des Antisemitismus“. Müller habe an der MedUni Wien richtungsweisende Akzente zum würdevollen Gedenken an die Schoa und zur Aufarbeitung der NS-Verbrechen gesetzt.
Höchste Auszeichnung der IKG
Die Marietta-und-Friedrich-Torberg-Medaille wird von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise für eine offene, demokratische Gesellschaft, für die Erinnerung an die Schoa und gegen Antisemitismus einsetzen. Die Auszeichnung erinnert an den Schriftsteller Friedrich Torberg und seine Frau Marietta.
Die Preisträger:innen wurden auf Basis einstimmiger Beschlüsse des Kultusvorstands der IKG ausgezeichnet. Die Laudationes hielten Bundesministerin Claudia Plakolm, Arnold Pollak und Danielle Spera.