(Wien, 01-10-2026) Peter Marhofer hat mit 1. Oktober 2026 eine Professur für Kinderanästhesie (§ 99 Abs. 1) an der Medizinischen Universität Wien übernommen. Der international anerkannte Experte für Kinderanästhesie und ultraschallgestützte Regionalanästhesie leitet die Kinderanästhesie an der Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie der MedUni Wien.
Marhofer leitet seit 2004 den Bereich Kinderanästhesie an der MedUni Wien. Dort werden Kinder unterschiedlicher Alters- und Gewichtsklassen aus zahlreichen pädiatrischen chirurgischen und internistischen Fachrichtungen anästhesiologisch und intensivmedizinisch betreut.
Ein zentraler Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit liegt auf der Regionalanästhesie bei Kindern. Marhofer und seine Forschungsgruppe beschäftigen sich seit den 1990er-Jahren mit der Entwicklung ultraschallgezielter Verfahren der Regionalanästhesie und deren Übertragung in die klinische Versorgung von Kindern. Ziel ist unter anderem, den Einsatz von Opioiden rund um operative Eingriffe zu reduzieren, perioperative Risiken zu verringern und die Schmerztherapie zu verbessern.
In den kommenden Jahren will Marhofer diese Verfahren weiterentwickeln und verstärkt in der Kinderanästhesie einsetzen. Weitere Forschungsschwerpunkte sind Strategien zur Optimierung der postoperativen Schmerztherapie, die Entwicklung neuer lokalanästhetisch wirksamer Medikamente sowie die Verbesserung der Arzneimittelversorgung für Kinder aller Altersgruppen.
Peter Marhofer promovierte 1991 und absolvierte seine Facharztausbildung an der damaligen Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin der Universität Wien. Im Jahr 2000 wurde er Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin und habilitierte sich im selben Jahr. 2016 wurde ihm der Berufstitel „Universitätsprofessor“ verliehen, 2025 erhielt er das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.
Neben Forschung und klinischer Versorgung bildet die Lehre einen weiteren Schwerpunkt seiner Tätigkeit. Dabei stehen insbesondere die internationale Lehrtätigkeit sowie die Ausbildung und Förderung des klinischen und wissenschaftlichen Nachwuchses im Mittelpunkt.