(Wien, 23-07-2026) Die Medizinische Universität Wien hat mit dem weltweit tätigen Biotechnologieunternehmen Nona Biosciences einen Lizenzvertrag über die Nutzung der transgenen H2L2-Maus-Technologie abgeschlossen. Die Vereinbarung verschafft dem interuniversitären Ignaz Semmelweis Institut unter der Leitung von Florian Krammer Zugang zu einer Plattform, die zur Erzeugung vollhumaner Antikörper für Forschungs- und Entwicklungsprogramme genutzt werden kann.
Antikörper spielen in der modernen Medizin eine entscheidende Rolle und bilden die Grundlage zahlreicher diagnostischer Anwendungen und biotechnologisch hergestellter Therapien. Die H2L2-Harbour-Mice-Technologie von Nona basiert auf genetisch veränderten Mäusen, die nach einer Immunisierung Antikörper mit vollständig humanen Strukturen produzieren. Dies ermöglicht es, vollständig humane Antikörperkandidaten zu gewinnen und für weitere wissenschaftliche Untersuchungen sowie potenzielle medizinische Anwendungen zu entwickeln.
Im Rahmen der Vereinbarung erhält die MedUni Wien das Recht, die Technologie von Nona zur Antikörpererzeugung zu nutzen und die daraus resultierenden Antikörper sowie Antikörperprodukte für Forschungs-, Diagnose- und Therapiezwecke weiterzuentwickeln. Die „H2L2 Harbour Mice“-Plattform sowie alle damit verbundenen geistigen Eigentumsrechte verbleiben bei Nona Biosciences.
„Der Zugang zu dieser Technologie erweitert unsere Möglichkeiten, humane Antikörper gegen relevante biologische Zielmoleküle, insbesondere virale Spike-Proteine, zu generieren und zu charakterisieren. Dies bietet uns eine zusätzliche Grundlage für die Entwicklung antiviraler Therapien, insbesondere im Hinblick auf zukünftige Pandemien“, sagte Florian Krammer, Professor für Infektionskrankheiten an der MedUni Wien und Direktor des interuniversitären Ignaz-Semmelweis-Instituts.
„Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit der Medizinischen Universität Wien. Diese Zusammenarbeit unterstreicht die Leistungsfähigkeit unserer H2L2-Harbour-Mice-Plattform, die die Entdeckung vollhumaner Antikörper gegen klinisch relevante Zielmoleküle beschleunigt. Durch die Kombination unserer Technologie mit der wissenschaftlichen Expertise von Professor Krammer und seinem Team am Ignaz-Semmelweis-Institut wollen wir einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung antiviraler Therapeutika und zur Pandemievorsorge leisten“, sagte Di Hong, Chief Executive Officer von Nona Biosciences.
Die H2L2-Technologie ergänzt die bestehenden Forschungsaktivitäten der MedUni Wien im Bereich der Immunologie und Antikörperforschung und stärkt das internationale Netzwerk der Universität durch die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Partner aus dem Biotechnologiesektor.