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Oliver Strobel übernimmt Professur für Viszeralchirurgie an der MedUni Wien

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(Wien, 01-01-2021) Oliver Strobel übernahm mit 1. Jänner 2021 die Professur für Viszeralchirurgie an der MedUni Wien sowie die Leitung der Universitätsklinik für Allgemeinchirurgie und der Klinischen Abteilung für Viszeralchirurgie von MedUni Wien und AKH Wien.

Oliver Strobel war bisher stellvertretender Direktor und Erster Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg. Seine Schwerpunkte liegen in der onkologischen Viszeralchirurgie inklusive minimal-invasiver Verfahren sowie komplexer Resektionen bei fortgeschrittenen Tumoren.
An der Klinischen Abteilung für Viszeralchirurgie von MedUni Wien/AKH Wien will Strobel PatientInnenversorgung, Forschung und Lehre hinsichtlich Qualität und Innovation auf höchstem internationalen Niveau durchführen und weiterentwickeln.

Gute PatientInnenversorgung als Grundvoraussetzung für erfolgreiche klinische und translationale Forschung sowie gute Ausbildung
„Einer qualitativ hochwertigen, einerseits Evidenz-basierten, andererseits aber auch innovativen PatientInnenversorgung in der gesamten Breite der Viszeralchirurgie messe ich eine besonders hohe Bedeutung zu, da unsere Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt des ärztlichen Handelns stehen und eine gute Patientenversorgung eine Grundvoraussetzung sowohl für erfolgreiche klinische und translationale Forschung als auch für gute chirurgische Ausbildung und Lehre ist“, erklärt Strobel.

Einen Schwerpunkt möchte Strobel in der chirurgischen und interdisziplinären Versorgung komplexer viszeralonkologischer Fälle (insbesondere Tumore von Pankreas, Leber, Ösophagus und Rektum) setzen und hier das Profil der Klinik national und international weiter schärfen. Dies sieht er als eine besondere Aufgabe der akademischen Zentrumschirurgie im Vergleich zu anderen Versorgungsstufen.

In der Forschung strebt Strobel eine enge Verbindung von klinischer, translationaler und Grundlagenforschung sowohl abteilungsintern als auch in interdisziplinären Kooperationen an: „Wir wollen aus der klinischen Perspektive heraus entwickelte Fragestellungen erforschen und damit die Diagnostik und Therapie viszeralchirurgischer Erkrankungsbilder weiterentwickeln.“ Hierfür plant Strobel die Etablierung eines chirurgisch-klinischen Studienzentrums, das er eng mit den chirurgischen Forschungslabors sowie interdisziplinär vernetzen möchte.
Den bisherigen eigenen Forschungsschwerpunkt zur chirurgischen und molekularen Präzisionsonkologie im Pankreaskarzinom möchte Strobel gerne zusammen mit den benachbarten Fachdisziplinen ausbauen und weiterentwickeln.

Nachwuchs für die Viszeralchirurgie begeistern
In der Lehre ist mir eine patientennahe und praxisrelevante Ausbildung am Patientenbett und am OP-Tisch unter ständiger Einbeziehung der sich laufend weiterentwickelnden Evidenzlage besonders wichtig“, betont Strobel, „eine besondere Aufgabe sehe ich darin, so die besten Studierenden für die Viszeralchirurgie zu begeistern und durch eine gute und transparente chirurgische Ausbildung dauerhaft für das Fach zu gewinnen.“

Zur Person
Oliver Strobel studierte Humanmedizin an der Universität des Saarlandes in Homburg, in Rennes und Paris (Frankreich) und in Bern (Schweiz). Seine Facharztausbildungen für Chirurgie sowie für Viszeralchirurgie und spezielle Viszeralchirurgie machte er am Universitätsklinikum Heidelberg, wo er seit 2001 beschäftigt war, seit 2014 als Erster Oberarzt und seit 2018 als stellvertretender Klinikdirektor der Univ.-Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie. Forschungsaufenthalte (Postdoc) führten ihn an das Massachusetts General Hospital und an die Harvard Medical School (Boston, USA). Die Venia legendi und außerplanmäßige Professur erwarb er an der Universität Heidelberg. Berufsbegleitend absolvierte er ein MBA Studium Health Care and Controlling (Mannheim).
Strobel ist in Gremien internationaler chirurgischer Fachgesellschaften vernetzt und erhielt mehrere Auszeichnungen für seine wissenschaftlichen Arbeiten.