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Anton Luger zum Ehrenmitglied der European Society of Endocrinology ernannt

ESE würdigt langjährigen Einsatz in europäischen Fachgremien und wissenschaftlichen Initiativen
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Copyright: European Society of Endocrinology

(Prag/Wien, 22-05-2026) Anton Luger, ehemaliger Leiter der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel der Universitätsklinik für Innere Medizin III der Medizinischen Universität Wien, wurde von der European Society of Endocrinology zum Ehrenmitglied ernannt. Die Auszeichnung wurde ihm im Rahmen des 20. European Congress of Endocrinology in Prag verliehen.

Mit der Ehrenmitgliedschaft würdigt die European Society of Endocrinology (ESE) Lugers langjähriges Engagement in zahlreichen europäischen Fachgremien. Unter anderem war er Vorsitzender des ESE Council of Affiliated Societies, dem 51 Gesellschaften für Endokrinologie und Diabetologie angehören. Darüber hinaus war er Mitglied des ESE Executive Committee, der ESE Policy and Advocacy Task Force, der European Hormone and Metabolism Foundation sowie des Clinical Committee. Zudem übernahm er Funktionen als Vorsitzender des Nominating Committee und als Focus Area Lead für Diabetes, Obesity and Metabolism.

Wichtige Beiträge zur europäischen Endokrinologie
Unter Anton Lugers Leitung wurde das Curriculum für die Ausbildung zum Facharzt bzw. zur Fachärztin für Endokrinologie erstellt. Dieses bildet auch eine Grundlage für die European Board Examination in Endocrinology, Diabetes and Metabolism.

Gemeinsam mit der amerikanischen Endocrine Society war Luger zudem federführend an der Erstellung einer Leitlinie zur Behandlung von Hypophysenadenomen in der Schwangerschaft beteiligt. Damit leistete er einen wichtigen Beitrag zur Standardisierung und Weiterentwicklung der klinischen Versorgung in einem spezialisierten Bereich der Endokrinologie.

Internationale Initiativen zur Zukunft des Fachs
Zuletzt war bzw. ist Anton Luger auch im Steering Committee zweier umfassender europäischer Projekte tätig: der „EndoCompass Research Roadmap: directions for future of endocrine science“ sowie der Initiative „State of Endocrinology in Europe“.

Im Rahmen der EndoCompass Research Roadmap wurden Status, Förderung und künftige Ausrichtung der Forschung im Bereich Endokrinologie und Stoffwechsel in Europa erhoben und definiert. An dieser Initiative waren gemeinsam mit der European Society for Paediatric Endocrinology 225 Expert:innen beteiligt.

Das Projekt „State of Endocrinology in Europe“ widmet sich der Stellung des Fachs Endokrinologie, Diabetes und Stoffwechsel in den verschiedenen europäischen Ländern sowie den Erwartungen und Herausforderungen der in diesem Bereich tätigen Personen. Dafür wurden Daten von fast 2.500 klinisch tätigen Endokrinolog:innen, Forschenden und Pflegepersonen aus 43 Ländern erfasst. Die Publikation der Ergebnisse ist für August 2026 geplant.