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Europäischer Forschungscluster CUSP untersucht gesundheitliche Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastiken

MedUni Wien als Partner an Projekt zu Lebensmittelsicherheit mit Schwerpunkt auf Allergien und Asthma beteiligt
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(Wien, 18-06-2021): Fünf große Forschungsprojekte haben sich in einem neuen europäischen Forschungscluster (CUSP) zusammengefunden, um die gesundheitlichen Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastiken zu erforschen. Der Cluster umfasst 75 Organisationen aus 21 Ländern. Die MedUni Wien ist als Partner des Projekts „IMPTOX“ beteiligt, das die komplexe Rolle von Mikro- und Nanokunststoffen in Kombination mit Schadstoffen in der Umwelt auf die Lebensmittelsicherheit und die menschliche Gesundheit, mit Schwerpunkt auf Allergien und Asthma, untersucht.

Ein multidisziplinäres Team aus WissenschafterInnen und politischen EntscheidungsträgerInnen wird in den nächsten fünf Jahren an dieser massiven Forschungsanstrengung, welche von der Europäischen Kommission mit 30 Millionen Euro finanziert wurde, zusammenarbeiten. ForscherInnen werden versuchen, der komplexen Beziehung zwischen Mikro- und Nanoplastiken (MNP) und unserer Gesundheit auf die Spur zu gehen und werden sich hinsichtlich insbesondere auf Expositionswege, Risikobewertung und die Entwicklung neuer Analysewerkzeuge zur Messung, Charakterisierung und Quantifizierung von MNP konzentrieren.

Mikro- und Nanoplastiken sind überall
Die Präsenz von Mikro- und Nanoplastiken in der Umwelt hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Die kleinen Kunststoffpartikel bilden sich durch die Zersetzung größerer Plastikteile oder werden industriell hergestellt und Kosmetika, synthetischen Textilien oder Peeling-Produkten zugefügt. Es ist mittlerweile klar, dass MNP ein Teil menschlichen Lebens am gesamten Erdball sind. Wir nehmen sie auf über unsere Nahrung, durch das Grundwasser und nicht letztlich durch die Luft, die wir einatmen. Schadstoffe wie Schwermetalle, Allergene, Toxine und Mikroorganismen können sich an ihnen festsetzen und die Umwelt sowie die Gesundheit von Mensch und Tier weiter gefährden. Trotz der allgegenwärtigen Präsenz von Mikro- und Nanoplastiken haben wir derzeit weder die Werkzeuge um sie genau zu messen und zu charakterisieren, noch verstehen wir, wo sie nach der Aufnahme in unserem Körper landen und welche Auswirkungen sie auf unsere Gesundheit haben.

Die fünf CUSP Gründungsprojekte
Die fünf multidisziplinären Forschungskonsortien die den CUSP-Cluster ins Leben gerufen haben, bestehen hauptsächlich aus Universitäten und Forschungseinrichtungen, sowie auch aus kleinen und mittleren Unternehmen, Non-Profit Organisationen und staatlichen Institutionen. Sie werden sich auf die Untersuchung verschiedener Aspekte von Mikro- und Nanoplastiken im Zusammenhang mit Gesundheit konzentrieren, wie zum Beispiel den möglicherweise schadhaften Einfluss von ihnen auf Schwangerschaft und die frühesten Lebensstadien, das Verhältnis zwischen Mikro- und Nanoplastiken, allergischen Erkrankungen und Asthma, ihre Auswirkungen auf den menschlichen Darmtrakt und das Immunsystem sowie auch auf die Entwicklung eines umfangreichen Mess- und Testprogrammes. Bei den Forschungsprojekten handelt es sich um AURORA, IMPTOX, an dem auch die MedUni Wien beteiligt ist, PLASTICHEAL, PLASTICSFATE und POLYRISK.

Das Horizon 2020-Projekt „Imptox“ der Europäischen Union, an dem auch die MedUni Wien beteiligt ist, untersucht, wie sich Mikro- und Nanokunststoffpartikel (MNPs) auf die menschliche Gesundheit auswirken. Ein Konsortium bestehend aus zwölf Partnern aus acht europäischen Ländern untersucht die komplexe Rolle von Mikro- und Nanokunststoffen in Kombination mit Schadstoffen in der Umwelt auf die Lebensmittelsicherheit und die menschliche Gesundheit, wobei der Schwerpunkt auf Allergien und Asthma liegt. „Im Imptox-Projekt werden wir zum ersten Mal die Auswirkungen einer umweltbedingten oder ernährungsbedingten Belastung durch MNPs auf Allergien und Asthma anhand verschiedener präklinischer Modelle und klinischer Studien mit allergischen Kindern untersuchen“, sagt Imptox-Projektkoordinatorin Tanja Ćirković Veličković von der Fakultät für Chemie der Universität Belgrad in Serbien. „Wir wissen noch nicht, welche Risiken sich durch MNPs auf allergische Erkrankungen auswirken“, sagt Imptox-Partnerin Michelle Epstein von der MedUni Wien, eine Allergologin und Immunologin, die die Auswirkungen von MNPs in Modellen für allergisches Asthma und Nahrungsmittelallergien an der Medizinischen Universität Wien in Österreich untersuchen wird. „Außerdem verstehen wir nicht, wie MNPs mit Allergenen in unserer Umwelt und mit unserem Immunsystem interagieren“, bestätigt Imptox-Partnerin Marianne van Hage, Klinische Immunologin am Karolinska Institutet. Imptox läuft über die nächsten vier Jahre und wird von der Fakultät für Chemie der Universität Belgrad geleitet und umfasst ein multidisziplinäres Team aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und kleinen und mittleren Unternehmen in Serbien, Belgien, Österreich, Schweden, Frankreich, Kroatien, Italien und der Schweiz.

 

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