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Alexandra Kautzky-Willer übernimmt Gastprofessur an der Universität Bielefeld

(Wien, 16-11-2015) Alexandra Kautzky-Willer, Expertin für Gendermedizin der MedUni Wien, übernimmt im Wintersemester 2015/16 eine Gastprofessur für Gendermedizin an der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld.

Krankheiten zeigen sich bei Männern und Frauen auf unterschiedliche Arten. Durch den interdisziplinären wissenschaftlichen Zugang der Gendermedizin werden biologische und psychosoziale Unterschiede zwischen Männern und Frauen erforscht: das Gesundheitsbewusstsein genauso wie die Entstehung, die Wahrnehmung und der Umgang mit Krankheiten. Die geschlechtsabhängigen Unterschiede sind teilweise augenfällig, teilweise subtil und in vielen Bereichen noch wenig bekannt.

Die Gender-Gastprofessur der Universität Bielefeld

Die Gender-Gastprofessur (seit 2010) ist eine fakultätsübergreifende „Wanderprofessur“ der Universität Bielefeld. Mit ihr will die Hochschule in den Fakultäten genderspezifische Inhalte in Forschung und Lehre stärken. Zu den Zielen gehört, Wissen aus der Geschlechterforschung in den einzelnen Disziplinen zu vermitteln und zu verankern. Außerdem geht es darum, Frauen in Forschung und Lehre stärker sichtbar zu machen. Bisherige Gastprofessorinnen waren die Juristinnen Ulrike Lembke (Universität Hamburg) und Barbara Degen (Mitbegründerin des Feministischen Rechtsinstituts in Bonn und Hamburg), außerdem die Epidemiologin Claudia Terschüren (Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen), die Soziologin Cornelia Helfferich (Evangelische Hochschule Freiburg), die Anglistin Maryemma Graham (University of Kansas, USA) und die Sozialrobotik-Forscherin Selma Šabanović (Indiana University, USA).

Zur Person

Alexandra Kautzky-Willer ist – seit 2010 – die erste Professorin für Gender Medicine in Österreich. Sie ist Expertin auf dem Gebiet Endokrinologie und Stoffwechsel, wo geschlechtsspezifische Unterschiede besonders auffällig sind. Nach Promotion (1988) und Abschluss der Facharztausbildung „Innere Medizin“ (1996) habilitierte sie sich 1997 an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien. Von 2002 an war Kautzky-Willer Leiterin der Diabetes-, Lipid-, und Adipositasambulanz, seit 2010 ist sie Leiterin der Gender Medicine Unit und seit 2014 Stellvertretende Leiterin der Universitätsklinik für Innere Medizin III.
 Ihre Forschungsschwerpunkte sind unter anderem: Schwangerschaftsdiabetes, Geschlechtsspezifische Aspekte bei Adipositas, Geschlechtsspezifische Aspekte bei metabolischem Syndrom und Geschlechtsspezifische Aspekte bei Diabetes mellitus Typ 2. Kautzky-Willer wird im Rahmen ihrer Gastprofessur in Bielefeld eine zweistündige Lehrveranstaltung über „Gender Medicine“ und zwei öffentliche Plenarvorträge halten.