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Alexandra Kreissl erhält Nutricia-Wissenschaftspreis

(Wien, 11-01-2016) Alexandra Kreissl, Post-doc an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien, wurde für ihre Arbeit „Effect of fortifiers and additional protein on the osmolarity of human milk: is it still safe for the premature infant?“ mit dem Nutricia-Wissenschaftspreis zur Erforschung von Muttermilch bei Frühgeborenen ausgezeichnet.

Die Osmolarität  von enteraler (künstlicher) Ernährung ist von substantiellem Interesse in der Neonatologie, da sie als Risikofaktor bei der Entstehung einer Nekrotisierenden Enterokolitis (eine entzündliche Darmerkrankung) gilt. Bis dato ist unklar, welchen Einfluss künstliche Zugaben (Supplemente) auf die Osmolarität der Muttermilch haben. Die aktuellen Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Bedeutung der Osmolarität neu zu bewerten ist und machen dadurch die Fütterung von Muttermilch für Frühgeborene noch sicherer.

Der Nutricia-Wissenschaftspreis

Der „Nutricia Wissenschaftspreis zur Erforschung des Stillens und der Muttermilch“ wurde zum dritten Mal von einem unabhängigen wissenschaftlichen Preiskomitee verliehen. Der Preis prämiert jährlich innovative Arbeiten, die zum Wissen um die Muttermilch bzw. das Stillen beitragen. Einreichungen dafür kamen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Arbeit der Preisträgerin zur systematischen Untersuchung der Osmolarität angereicherter Frauenmilch erhielt von der Jury die höchste Punktzahl.

Zur Person
Alexandra Kreissl absolvierte das Diplomstudium Ernährungswissenschaften an der Universität Wien unter der Mindeststudienzeit. Danach schloss sie ihr Doktoratsstudium der angewandten medizinischen Wissenschaft an der Medizinischen Universität Wien im thematischen Programm „Clinical Endocrinology, Metabolism and Nutrition“ mit Auszeichnung ab. Im Rahmen ihrer Dissertationsarbeit führte sie an der Abteilung für Neonatologie, pädiatrische Intensivmedizin und Neuropädiatrie (Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde) Untersuchungen zu Muttermilchmessungen bei Müttern von Frühgeborenen mit einem Human Milk Analyzer durch. Seit 2008 arbeitet sie als Wissenschafterin an der Universitätsklinik für Kinder-und Jugendheilkunde und ist seit 2011 in der Arbeitsgruppe Neonatale Ernährung „Neonatal Nutrition Team“ (NNT) unter der Leitung von Nadja Haiden tätig.
Außerdem ist sie seit der Gründung des Österreichischen Forschungsnetzwerkes für Kinderarzneimittelstudien (OKIDS) die Projektmanagerin für die Medizinische Universität Wien.
Alexandra Kreissl hat zahlreiche Stipendien erhalten, unter anderem ein Stipendium für kurzfristiges wissenschaftliches Arbeiten im Ausland (KWA), wodurch sie die Möglichkeit hatte, ein Forschungsprojekt auf den Philippinen durchzuführen. Außerdem wurde sie von der Österreichischen Gesellschaft für Kinder-und Jugendheilkunde (ÖGKJ) in der Kategorie Vortrag für ihre Arbeit „Single donor milk mothers of preterm infants to start enteral feeding in very low birth weight infants“ mit dem Best Abstract Award 2015 ausgezeichnet.
Alexandra Kreissl absolviert derzeit ihr Postgraduate Studium Master of Science in Clinical Research an der Medizinischen Universität.

Zur Publikation
Kreissl A, Zwiauer V, Repa A, Binder C, Haninger N, Jilma B, Berger A, Haiden N.
Effect of fortifiers and additional protein on the osmolarity of human milk: is it still safe for the premature infant?
Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition, 2013 Oct;57(4):432-437, doi: 10.1097/MPG.0b013e3182a208c7. (IF: 2.625-Top)