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Allergien frühzeitig erkennen: Ein Blutstropfen reicht

(Wien 05-03-2012) Die allergische Sensibilisierung erfolgt beim Menschen gleich nach der Geburt. „Daher ist die Früherkennung ganz wichtig, damit rechtzeitig Maßnahmen eingeleitet werden können, um das Fortschreiten zu schweren Krankheitsformen zu verhindern“, betont Rudolf Valenta vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung. Das ist jetzt mit dem Allergen-Chip, der an der MedUni zum Einsatz kommt, möglich. Für das Austesten der Allergie reicht dafür ein Blutstropfen.

Die MedUni Wien hat maßgeblich an der Entwicklung dieses Chips mitgewirkt. Damit kann man mit nur einem Blutstropfen die Antikörperentwicklung ablesen. Das ist vor allem bei Kindern von Vorteil: „Perfekt wäre es, wenn der Test beim Eintritt in die Volksschule zur Verfügung stünde, also quasi indie Schultasche gepackt wäre,“ sagt Valenta. Der Test mit dem Chip kann bereits Antikörper anzeigen, wenn äußerlich oft noch keine Symptome erkennbar sind. Eltern könnten daher bereits frühzeitig darauf achten, Allergiequellen für die betroffenen Kinder zu beseitigen. Valenta: "Frühe präventive Maßnahmen sind meist wirkunsvoller und günstiger als Therapien fortgeschrittener Erkrankungen."

Leuchtende Antikörper
Fluoreszierende Antikörper auf dem Chip helfen, die Allergen-spezifischen Antikörper im Blut sichtbar zu machen. Allergene, die mit den leuchtenden Antikörpern reagieren, werden im Chip-Reader abgelesen. Valenta: „Man sieht sofort, ob das >Saatkorn< für eine Entwicklung einer Allergie gelegt ist und kann präventive Maßnahmen ergreifen.“

In Österreich leidet etwa jeder Fünfte an einer Allergie. Valenta: „Es beginnt oft mit einem Heuschnupfen, führt aber sehr oft zu Asthma und kann bis hin zu lebensbedrohlichen Symptomen führen.“ Umso wichtiger ist die Früherkennung und entsprechende Behandlung.

„Allergie-Tag“ an der MedUni
Am Infotag zum Thema Allergie am 10. März 2012 an der MedUni Wien (Hörsaal Klinik am Südgarten) können Interessierte Neuigkeiten aus der Allergieforschung erfahren, wie zum Beispiel neue Diagnosemöglichkeiten mit dem Allergenchip. Weiters stehen ab 10.00 Uhr ExpertInnen der MedUni Wien für Fragen zum Thema Allergie zur Verfügung.