Skip to main content

news

Andreas A. Kammerlander ist “Researcher of the Month” Dezember 2015

(Wien, 01-12-2015) Die Jury „Researcher of the Month” der MedUni Wien verleiht die Auszeichnung für diesen Monat an Andreas Kammerlander. Anlass ist die im Top-Journal „Journal of the American College of Cardiology“ erschienene Arbeit „Right Ventricular Dysfunction, But Not Tricuspid Regurgitation, Is Associated With Outcome Late After Left Heart Valve Surgery“. Die Studie entstand an der Klinischen Abteilung für Kardiologie in Zusammenarbeit mit der Klinischen Abteilung für Herzchirurgie sowie dem Institut für Medizinische Statistik.


Andreas Kammerlander konnte in dieser Arbeit zeigen, dass nicht das Vorliegen einer wirksamen Trikuspidalklappeninsuffizienz, sondern eine eingeschränkte Rechtsventrikelfunktion nach linksseitiger Herzklappenoperation prognostisch relevant ist.

Nach Operation einer linksseitigen Herzklappe, also der Mitral- und oder der Aortenklappe, findet sich oft Jahre später eine signifikante Trikuspidalklappeninsuffizienz. Inwieweit dieses Phänomen prognostisch relevant ist, war bislang kaum erforscht.

Kammerlander konnte zeigen, dass nicht das Vorliegen einer wirksamen Trikuspidalklappeninsuffizienz, sondern eine eingeschränkte Rechtsventrikelfunktion unabhängig mit der Prognose assoziiert ist. Diese Resultate geben wichtige Hinweise auf die noch wenig untersuchten pathophysiologischen Mechanismen, die zur Entwicklung einer Trikuspidalklappeninsuffizienz nach vorangegangener linksseitiger Herzklappenoperation führen.

Zur Person

Andreas A. Kammerlander wurde 1988 in Linz (Oberösterreich) geboren. Nach der Matura mit ausgezeichnetem Erfolg studierte er in Mindeststudienzeit Humanmedizin in Wien und arbeitete schon als Student in der Forschungsgruppe von Julia Mascherbauer an der Klinischen Abteilung für Kardiologie der MedUni Wien (Universitätsklinik für Innere Medizin II), wo er derzeit auch als PhD-Student im Programm „Vascular Biology“ (n094) tätig ist.
Er forscht derzeit auf dem Gebiet der nicht-invasiven Gewebecharakterisierung mittels kardialer Magnetresonanztomographie (T1-mapping), womit sich sein vom FWF (KLI 245) gefördertes Dissertationsprojekt unter der Anleitung von Julia Mascherbauer beschäftigt. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes wurden jüngst im Top-Journal „JACC: Cardiovascular Imaging“ zur Publikation angenommen. Außerdem besteht eine enge Kooperation mit der Forschungsgruppe um Diana Bonderman auf dem Gebiet der Herzinsuffizienz mit erhaltener Linksventrikelfunktion.

Andreas Kammerlander konnte seine Forschungsarbeiten auf mehreren nationalen und internationalen Kongressen präsentieren. Unter anderem hielt er zwei Vorträge am weltweit größten kardiologischen Kongress, jenem der European Society of Cardiology in Barcelona (2014). 2015 wurden ihm der „Österreichische Kardiologenpreis“ (Clinical Science) und der „Sanofi-Aventis Preis“ zuerkannt.


» Website Researcher of the Month