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Angelika Berger übernimmt Professur für Neonatologie und Päd. Intensivmedizin

(Wien, 30-09-2014) Angelika Berger tritt ab 1. Oktober 2014 die Professur für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin an der MedUni Wien an. Die Leiterin der Klinischen Abteilung für Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin und Neuropädiatrie an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien im AKH Wien übernimmt damit den Lehrstuhl von Arnold Pollak.

Angelika Berger übernahm im Oktober 2010 interimistisch die Leitung der Abteilung für Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin und Neuropädiatrie der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien am AKH Wien.


Forschung

Bergers wissenschaftliche Schwerpunkte sind Infektionen Frühgeborenener (Diagnostik, Therapie, Prävention). Ein wesentlicher Aspekt der Neuorientierung der Abteilung im Zuge ihrer interimistischen Leitung war die Clusterung der Forschungsaktivitäten in der Neonatologie in vier Felder – Neurowissenschaften/Bildgebung, Infektiologie/Immunologie, Ernährung, Hämodynamik/Beatmung. Seither wurde erfolgreich an der internationalen Vernetzung gearbeitet. „Im Zuge meiner interimistischen Leitung sind innovative Therapiekonzepte in allen Bereichen der Abteilung  – Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin, Neuroonkologie und Epileptologie - etabliert worden. Alle vier Bereiche sind hochspezialisiert, hier wird ausschließlich tertiäre, universitäre Medizin betrieben. Und obwohl dadurch natürlich ein hoher personeller Einsatz am Patienten gefordert ist, bin ich sehr stolz, dass auch der wissenschaftliche Output der Abteilung in den letzten drei Jahren signifikant gestiegen ist“, erklärt Angelika Berger.


Klinik
Im klinischen Bereich arbeitet Angelika Berger weiterhin an der optimalen Versorgung des extrem unreifen Frühgeborenen. Hier konnten in den letzten Jahren mit dem Wiener Modell der Erstversorgung (LISA, less invasive surfactant administration) und Familienorientierung (WEFIB, Wiener Entwicklungsfördernde Familienzentrierte Individuelle Betreuung) große Fortschritte erzielt werden. Ihre Erfahrungen bei Auslandsaufenthalten (Heidelberg, Kuala Lumpur, Astana, Al Ain) versetzten Berger in die Lage, in Wien ein eigenständiges „Wiener Familienorientiertes Betreuungskonzept“ umzusetzen. „Diese Arbeit hat sich wirklich gelohnt, wenn wir die ‚Wiener Neonatologie‘ mit internationalen Benchmarks vergleichen,  sind wir inzwischen führend“, freut sich Berger.  

Neben weiteren klinischen Innovationsprojekten möchte sich Berger schwerpunktmäßig der AssistentInnenausbildung widmen (Mentoring in der Klinik, gestrafftes und supervidiertes Curriculum sowie Skillstraining im Simulationszentrum). Doch auch baulich hat sich Berger ein großes Ziel gesetzt. „Ein ganz wichtiges Projekt ist die bauliche Umsetzung des Perinatalzentrums, um mit den vorhandenen Ressourcen ein besseres Auslangen zu finden, die Effizienz der Abteilung zu steigern und nicht zuletzt auch die PatientInnensicherheit und Elternzufriedenheit zu erhöhen.“


„Die Vision aus meiner Sicht ist, diese Abteilung als Marke für Innovation, Fortschritt und Exzellenz weiter auf- und auszubauen“, verspricht Angelika Berger.


In der Lehre soll das Simulationstraining für Studierende ausgebaut und das Bedsideteaching forciert werden.

 

Zur Person
Angelika Berger wurde in Neunkirchen (NÖ) geboren und studierte Medizin an der Universität Wien. Ihr Studium schloss sie mit der „Promotio sub auspiciis praesidentis rei publicae“ im Jahr 1993 ab. Sie machte ihre Ausbildung zur Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde (2002) und habilitierte sich im Jahr 2004. Als Additivfach fügte sie im Jahr 2007 „Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin hinzu. Im September 2010 schloss sie den MBA in „Health Care Management“ an der Wirtschaftsuniversität Wien ab. Seit dem Jahr 2004 leitet sie die Forschungsgruppe „Infektionen bei Früh- und Neugeborenen“ der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien. Seit 2009 fungiert Angelika Berger als Stellvertreterin des Klinikleiters, Zuständigkeitsbereich: Forschung. Seit 2010 leitet sie die Klinische Abteilung für Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin und Neuropädiatrie. Angelika Berger leitet seit Oktober 2011 die Arbeitsgruppe für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) und wurde 2013 in den Vorstand der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin Deutschland-Österreich-Schweiz (GNPI) als Vertreterin für Österreich gewählt. Außerdem engagiert sie sich seit 2013 im Vorstand der Ges. f. Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin Deutschland-Österreich-Schweiz (GNPI) als Vertreterin für Österreich.