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Ausstellung „de oculis“ im Josephinum – über das Auge und das Sehen

(Wien, 02-03-2016) Das Josephinum – Sammlungen der Medizinischen Universität Wien – präsentiert ab 11. März die Sammlung Aichmair. Im Rahmen von „de oculis“ werden neben den historisch bedeutenden Beständen des Josephinums auch erstmals Objekte aus der umfangreichen Sammlung des Augenarztes Hermann Aichmair gezeigt, die dieser dem Josephinum als Schenkung überlassen hat.

Hermann Aichmair, Augenarzt und ehemaliger Professor an der II. Universitätsaugenklinik, hat Zeit seines Lebens gesammelt: Instrumente, Votivgaben, Objekte aus seiner unmittelbaren Umwelt, aber auch aus fernsten Ländern. Dinge des täglichen Lebens, Instrumente aus der Wissenschaft, aber auch Gebrauchsgegenstände aus der Folklore – alles was mit dem Auge und  dem Sehen zu tun hat. Diese aus über 600 Objekten bestehende ophthalmologische Sammlung hat er als Schenkung dem Josephinum übergeben.

„Wien hat in der Augenheilkunde eine große Tradition, 1812 wurde in Wien die erste Universitätsaugenklinik der Welt gegründet“ sagt die Leiterin des Josephinums Christiane Druml, „die großzügige Schenkung von Professor Aichmair ergänzt in wunderbarer Weise den Bestand an einzigartigen Objekten, Instrumenten und Moulagen aus der Augenheilkunde des Hauses. Wir freuen uns, dass wir diese mit den Highlights aus der Sammlung Aichmair in den nächsten Monaten der Öffentlichkeit zeigen können.“

In Wien entstanden in den vergangenen 200 Jahren wichtige diagnostische und therapeutische Verfahren. In der Ausstellung ist ersichtlich, dass vieles, was die frühen Augenärzte entwickelt haben sehr lange den Standard in der Augenheilkunde repräsentiert hat. Die Medizinische Universität Wien hat federführend an vielen Entwicklungen wie beispielsweise der berührungslosen Diagnostik am Auge mitgewirkt. Im Rahmen der Ausstellung werden  neben den historischen Objekten auch exzellente Beispiele aus der heutigen High-Tech-Medizin der Augenheilkunde einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Interventionen von zeitgenössischen KünstlerInnen
Als Teil der Ausstellung werden Interventionen von sechs zeitgenössischen Künstlern präsentiert, deren Arbeiten auf unterschiedliche Weise das Auge und das Sehen im weiteren Sinne behandeln: Nadja Bournonville, Kerstin von Gabain, Zenita Komad, Eva Kot’átková, Anja Manfredi und Nadim Vardag


Presseführung am 9. März

Für VertreterInnen der Medien gibt es am 9. März 2016 um 10 Uhr eine Führung durch die Ausstellung. Um Anmeldung bis 8. März unter sammlungen@meduniwien.ac.at wird ersucht.

Daten zur Ausstellung
„de oculis“ – Die Sammlung Aichmair im Josephinum. Kuratiert von Simon Weber-Unger und Moritz Stipsicz. Josephinum – Sammlungen der MedUni Wien, Währinger Straße 25, 1090 Wien, 11. März 2016 bis 8. Oktober 2016, Öffnungszeiten jeweils Mittwoch (16 bis 20 Uhr) sowie Freitag und Samstag (10 bis 18 Uhr). www.josephinum.ac.at

Offene Woche im Josephinum
Von 15. bis 20. März 2016 gibt es eine offene Woche im Josephinum mit ermäßigten Eintrittspreisen Öffnungszeiten, Di – So, 10 bis 18 Uhr, tägliche Führungen um 11 und 15 Uhr. Anmeldung ist unter sammlungen@meduniwien.ac.at erforderlich.


Das Josephinum – Kurzprofil

Das Josephinum wurde 1785 von Kaiser Joseph II als medizinisch-chirurgische Militärakademie gegründet und ist das bedeutendste Beispiel klassizistischer Architektur sowie ein wichtiges Zeugnis der Aufklärung in Österreich. Es ist das historische Eingangstor zur Medizinischen Universität Wien und beherbergt die Sammlungen zur Geschichte der Medizin, darunter die einzigartigen anatomischen Wachsmodelle aus Florenz, beeindruckende Instrumente, Bücher, Archivalien, Handschriften und Nachlässe. Es ist auch heute wichtiger Ort für Austausch, Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Geschichte und Ethik in der Medizin.


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